Blancpain GT Serien - Zandvoort: WRT-Audi siegt in turbulentem Rennen

Spielverderber Maximilian Buhk

Ein Rennen, das harsch begann, endete mit exzellentem GT-Racing. Der Fahrer des Tages war Maximilian Buhk, der einen totalen Audi-Triumph verhinderte.
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Motorsport-Magazin.com - Die Freude über die Pole währte bei Sébastien Loeb Racing nur bis zur ersten Kurve: Álvaro Parente wurde in seinem McLaren beim Start von Andreas Simonsen und Laurens Vanthoor überrumpelt und in die Zange genommen. Der MP4-12C rollte einige Kurven später mit einem Schaden an der linken Front aus. Der HTP-Charouz-Merceds von Simonsen musste als Unfallverursacher zur Strafe durch die Boxengasse.

WRT stellt nach dem Safety Car die Weichen auf Sieg

Eine Runde später gerieten im Mittelfeld gleich drei Fahrzeuge in der schnellen Scheivlak-Rechtskurve ineinander: Das Safety Car musste auf die Strecke, damit die Gestrandeten geborgen werden konnten. Die Gaststarter-Corvette von Duncan Huisman fiel mit einem Aufhängungsschaden aus.

Vanthoor versuchte nach dem Neustart den gut aufgelegten Teamkollgen René Rast hinter sich zu halten, musste sich aber kurz vor den Boxenstopps geschlagen geben. Rast nutzte seine Zeit am Steuer maximal aus und übergab seinen WRT-Audi in Führung liegend an Niki Mayr-Melnhof.

Vanthoor und Ortelli retten sich ins Ziel

Nach den Boxenstopps lagen die drei WRT-Audi auf den ersten drei Plätzen - knapp dahinter: Maximilian Buhk im HTP-Charouz-Mercedes. Vanthoors Mitfahrer Stéphane Ortelli schnappte sich nach einigen Runden Mayr-Melnhof und sollte die Führung bis zum Ende nicht mehr abgeben.

Was dahinter geschah, war schlichtweg großartiger GT-Sport. Maximilian Buhk fuhr seinen Mercedes 20 Minuten lang am Limit. Dabei übreholte er zunächst Edward Sandström und später Mayr-Melnhof mit sehenswerten Manövern. Etwas mehr als eine halbe Sekunde trennte Buhk schließlich im Ziel vom Siegerfahrzeug von Vanthoor und Ortelli.

Pro-Am geht an Mercedes, Nissan im Pech

Beinahe hätte HTP-Charouz sogar alle drei Wertungen gewonnen. Bei den Gentlemen stellte man den einzigen Wagen, aber in der Pro-Am wurde der Erfolg hart erkämpft. Nach seiner Durchfahrtsstrafe drehte Simonsen zeitweilen die schnellsten Runden des Feldes und brachte den Mercedes wieder in Schlagsdistanz zu den direkten Konkurrenten. Sergei Afanasiev fuhr den Wagen schließlich auf dem siebten Gesamtrang ins Ziel.

Das Grasser Team freute sich über den dritten Rang in der Pro-Am-Kategorie, da der weiß-goldene Lamborghini nach einigen Berührungen ungeschoren iss Ziel kam. Der Inder Armaan Ebrahim und der der Niederländer Melroy Heemskerk wurden im BMW Zweite der Pro-Am. Für Nissan setzte sich das problemreiche Wochenende fort: Wolfgang Reip gehörte zu den Opfern der Kollision in der zweiten Runde. Alex Bucombe musste wegen eines Reifenschadens ein zusätzliches Mal an die Box.

Am Sonntag beginnt das Hauptrennen schon um 11.45 Uhr. Auf der Webseite der FIA-GT-Serie wird wieder ein Live-Stream gezeigt. Sébastian Loeb wird dann das ganze Feld vor sich haben und kann so zeigen, wie gut er mit dem Verkehr auf der Rundstrecke zurecht kommt.


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