Blancpain GT Serien - Muennich Motorsport mit Platz zwei und drei

Basseng/Winkelhock Zweite in Fahrer-WM

Das Team ALL-INKL.COM Muennich Motorsport ist am Wochenende auf dem Slovakia Ring mit zwei Podestplätzen in die zweite Saisonhälfte gestartet.

Motorsport-Magazin.com - Marc Basseng (Neusalza-Spremberg) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit der Startnummer 38 wurden am Samstag (18. August) im Qualifying Race Dritte vor ihren Teamkollegen vom Rennstall aus Sachsen Nicky Pastorelli (Italien/Niederlande) und Thomas Jäger (München) im Schwesterauto mit der Startnummer 37. Im ebenfalls einstündigen Championship Race am Sonntag (19. August) fuhren Basseng/Winkelhock als Zweite auf das Podest, während Pastorelli/Jäger als Achte noch Punkte sammeln konnten.

Ich hatte Glück, dass ich mich nicht gedreht habe.
Marc Basseng

Damit behauptete ALL-INKL.COM Muennich Motorsport weiterhin die Führung in der Team-Weltmeisterschaft. Der Rennstall von Teamchef und Besitzer René Münnich hat nun 19 Punkte Vorsprung vor Verfolger Vita4one Racing, dessen Fahrerduo Michael Bartels (Deutschland) und Yelmer Buurman (Niederlande) auf BMW E89 Z4 (#18) beide Rennen in der Slowakei gewann. Sie führen auch die Fahrer-Weltmeisterschaft an und haben nach der sechsten Saisonstation mit den Rennen elf und zwölf 16 Punkte Vorsprung vor den weiterhin zweitplatzierten Marc Basseng und Markus Winkelhock. Nicky Pastorelli und Thomas Jäger verteidigten Gesamtplatz vier.

"Wir hatten unsere Strategie etwas geändert und das Setup zunächst auf ein gutes Ergebnis im Qualifying ausgerichtet. Das ist uns dann auch sehr gut gelungen, denn wir wurden dort Zweite", erklärte Marc Basseng, der auch Team-Manager des Münnich-Rennstalls ist. Das Schwester-Auto #37 war dort auf Platz acht gelandet. Diese guten Ausgangspositionen konnten beide Münnich-Mercedes, die dann in den Rennen wieder mit mehr Abtrieb ausgestattet wurden, im Qualifying Race nutzen und mit den Plätzen drei und vier wichtige Punkte sammeln. Allerdings waren die beiden BMW Z4 nicht zu halten, obwohl Basseng und Pastorelli nach guten Boxenstopps noch hinter der #18 auf den Plätzen zwei und drei gelegen hatten. Nach rund 37 Minuten schnappten sich Nikolaus Mayr-Melnhof/Mathias Lauda (beide Österreich) im BMW #17 den Mercedes #37 und nach rund 48 Minuten auch den #38.

Unser Auto war gut und so haben wir viele Punkte sammeln können.
Markus Winkelhock

Ähnliches spielte sich am Sonntag im Championship Race ab. Marc Basseng war nach gutem Start zunächst Zweiter, fiel nach einer Viertelstunde jedoch auf Rang vier zurück - da war ihm der BMW #17 ins Auto gefahren. "Ich hatte Glück, dass ich mich nicht gedreht habe", sagte Basseng. Nach einem sehr guten Boxenstopp übernahm Markus Winkelhock Rang drei, den er auch bis sieben Minuten vor Ende hielt. Nicky Pastorelli, der am Start nach einer Kollision und danach mit beschädigtem Frontsplitter einige Positionen verlor, übergab als Achter an Thomas Jäger, der auch auf diesem Platz ins Ziel kam. Doch zuvor ereignete sich in den letzten Rennminuten noch einiges auf der 5,922 Kilometer langen Piste, die Anfang Juni ihre Premiere in der GT1 World erlebt hatte. In der 53. Rennminute hatte es wegen Autoteilen auf der Strecke eine fünfminütige Safety-Car-Phase gegeben. Nach dem Re-Start, mit dem die letzte Runde eingeläutet wurde, überrumpelte Markus Winkelhock den vor ihm fahrenden Mathias Lauda im BMW #17 mit einem Überholmanöver von außen und sicherte so noch Platz zwei.

"Ich bin so stolz auf Markus, dass er uns mit diesem mutigen Move noch auf den zweiten Platz nach vorn brachte", sagte Marc Basseng. Und Markus Winkelhock ergänzte: "Das war natürlich schon sehr riskant, aber es hat geklappt. Unser Auto war gut und so haben wir viele Punkte sammeln können." Womit das Team ALL-INKL.COM Muennich Motorsport letztlich auch zufrieden sein konnte. "Allerdings muss sich in der Balance of Performance bis zum nächsten Rennen am ersten September-Wochenende in der Nähe von Moskau sicherlich etwas ändern, denn die BMW waren in der Slowakei einfach zu stark für das gesamte Feld", sagte Team-Manager Basseng.


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