Bikes - WSS - Lowes gewinnt verrücktes Rennen in Monza

Öl, Massencrashes und Rennunterbrechungen

Sam Lowes sicherte sich den hart umkämpften Sieg im Chaos-Rennen der Supersport in Monza und führt damit auch die Weltmeisterschaft an.
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Motorsport-Magazin.com - Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein starteten die Supersport-Piloten im italienischen Monza zum vierten Saisonlauf. Nach zahlreichen Unterbrechungen konnte das Rennen nach dem zweiten Superbike-Lauf zum vierten und letzten Mal über eine reduzierte Distanz von zehn Runden gestartet werden. Sam Lowes sicherte sich am Ende den Sieg vor Florian Marino und Lorenzo Zanetti und führt nun vor dem heimischen Rennen in Donington Park die Weltmeisterschaft an.

Lowes konnte seine Pole weniger gut nutzen und musste schon in der ersten Kurve bis auf Position vier weichen. Marino, Kenan Sofuoglu und Zanetti zogen am Yamaha-Piloten vorbei. Hinter Lowes reihten sich Michael van der Mark und mit schnell aufreißendem Rückstand Riccardo Russo, Kev Coghlan und Fabien Foret ein. Noch in der ersten Runde übernahm Sofuoglu die Führung. Mitchell Carr, der sich beim Sturz am Samstag schon am Fuß verletzt hatte, kam kurzzeitig von der Strecke ab.

Abbruch Nummer eins

Massimo Roccoli stürzte in Runde zwei und hinterließ Öl auf der Strecke, auf dem in der darauffolgenden Runde Sofuoglu, Marino, Zanetti und Lowes allesamt ausrutschten. Daraufhin wurde das Rennen nach nur zwei vollen Runden abgebrochen und etwas später komplett neu gestartet. Auch die Top-4 durften neu starten, da sie es pünktlich zurück in ihre Boxen schafften. Beim zweiten Rennbeginn hatte wieder Marino die Nase vorn und erneut zogen Zanetti und Sofuoglu in der ersten Kurve an Lowes vorbei.

Abbruch Nummer zwei

Nach einem Rutscher in der Kurve, in der zuvor noch das Öl ausgelaufen war, verlor Zanetti Position drei an Lowes. Auch Coghlan und Foret lagen dieses Mal etwas weiter vorn. Alessia Polita stürzte. Daraufhin wurde das Rennen nach nur einer kompletten Runde erneut abgebrochen, da sein Bike hinter Ascari so hart in die Airfences eingeschlagen war, dass diese zerstört wurde und sein Motorrad Feuer gefangen hatte. Das Rennen wurde auf zehn Runden verkürzt und zum dritten Mal gestartet.

Florian Marino startete vier Mal am schnellsten - Foto: Kawasaki

Abbruch Nummer drei

Wieder lag Marino am Start vorn, gefolgt von Sofuoglu. Nach einem neuerlichen Massencrash in der ersten Kurve, wurden einige Piloten an der Spitze rausgekegelt - unter ihnen Marino, Sofuoglu, Zanetti und van der Mark. Erneut entschied die Rennleitung auf Rennabbruch. Die Strecke wurde gesäubert. Erneut fanden sich die Piloten in ihren Boxen ein. Nach einer Untersuchung im Medical Center wurde festgestellt, dass van der Mark vier Knochen in seinem linken Fuß gebrochen hatte und damit aus dem Spiel war. Das Rennen wurde verschoben und erst nach dem zweiten Superbike-Lauf für zehn Runden neu gestartet.

Nach van der Mark war auch Meisterschaftsleader Foret nicht beim vierten Start dabei. Und zum vierten Mal sicherte sich David Saloms Ersatzfahrer Marino den Holeshot vor Sofuoglu, Zanetti und Lowes. Sofuoglu ging noch in der ersten Runde in Führung. Russo zog derweilen an Lowes vorbei und verwies den Briten auf Rang fünf. Zanetti verbremste sich und so kam Lowes wieder auf Position drei nach vorne. Sofuoglu führte weiter vor Marino, der sich aber schon bald gegen Lowes verteidigen musste. In Runde vier rutschte Sofuoglu das Vorderrad weg. Der Kawasaki-Pilot schied aus. Lowes übernahm die Spitze.

Der Yamaha-Pilot hatte allerdings keine Ruhe, denn Marino kämpfte sich immer wieder vorbei. Zanetti lag zur Rennmitte auf Rang drei vor Russo und Coghlan. Jack Kennedy stürzte drei Runden vor Rennende im hinteren Feld. Auch Stefano Cruciani beendete sein Rennen im Kies. Wie es die Superbike-Piloten vorgemacht hatten, kämpften die Top-4 auch in der Supersport hart um den Sieg. Lowes hatte schließlich knapp die Nase vorn und siegte vor Marino und Zanetti.

Russo blieb der undankbare vierte Platz. Coghlan fuhr als Fünfter ins Ziel und landete damit vor Sheridan Morais und Vladimir Leonov. Luca Scassa, Vladimir Ivanov und Luca Marconi komplettierten die Top-10. Roberto Rolfo sicherte sich Rang elf, gefolgt von Matthew Scholtz und Christian Iddon. David Linortner und Raffaele de Rosa nahmen die letzten Punkte mit.


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