Kompakte DTM: Wolff nimmt Fan-Ärger ernst - Oberstes Ziel: Kosten senken

Toto Wolff nimmt sich dem Fan-Ärger über die verknappte DTM 2013 an, gewinnt der neuen Zeitrechnung aber auch Positives ab.

Als die Verantwortlichen der DTM bekanntgaben, dass 2013 der Trainingsfreitag und das sonntägliche Warmup gestrichen werden, ging ein Aufruhr durch die Fan-Gemeinde. Toto Wolff, neuer Motorsportverantwortlicher bei Mercedes-Benz, kann den Unmut der DTM-Anhänger nachvollziehen. "Ich nehme den Ärger einiger Fans natürlich ernst", sagte er bei einer Veranstaltung in Affalterbach. Oberstes Ziel sei es, für alle Beteiligten die Kosten zu senken.

Trotz des Ärgers konnte Wolff der neuen Zeitrechnung auf Positives abgewinnen: "Es gibt den positiven Aspekt, dass durch das verkürzte Rennwochenende der Wettbewerb noch intensiver und spannender zu werden verspricht. Die Teams und Fahrer, die über das beste Know-how verfügen, um in kürzester Zeit das beste Setup für das Wochenende zu finden, werden belohnt." Dieser Faktor gewinnt in der anstehenden Saison an zusätzlicher Relevanz, wenn die neuen Option-Reifen eingeführt werden.

Noch ist nicht offiziell bestätigt, dass die im Vergleich zum Standardreifen schnellere und gleichzeitig stärker abbauende Mischung 2013 kommt, aber laut Informationen von Motorsport-Magazin.com läuft es darauf hinaus. Nicht nur die Teams, sondern auch Hankook müssen sich mit den neuen Reifen vertraut machen, weil sie nicht auf allen Strecken getestet werden können, bevor die Saison Anfang Mai beginnt. Klar ist nur, dass der neue Reifen signifikant schneller sein soll als der Standardreifen und Überholmanöver somit - ähnlich wie in der Formel 1 - gefördert werden.

Robert Seiwert, 26.02.2013

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