Ecclestone: Noch 50 Jahre in Melbourne - Nur ein paar Leute, die Krach schlagen

Bernie Ecclestone würde mit den Ausrichtern des Australien GP gerne einen langfristigen Vertrag abschließen. Die Kritik an den hohen Gebühren versteht er nicht.

Bernie Ecclestone würde mit den Veranstaltern des Australien Grand Prix gerne einen langfristigen Vertrag abschließen. "Jeder liebt Australien, es ist immer gut, dort zu sein", sagte der Formel-1-Zampano. "Wir werden im Moment ein wenig kritisiert, aber ich weiß nicht, warum. Wir sind sehr zufrieden mit Melbourne, ich würde gerne einen Vertrag für 50 Jahre unterschreiben." Die Frage ist allerdings, ob die Australier, insbesondere die Bewohner von Melbourne, das auch wollen. Seitdem bekannt wurde, dass für die Ausrichtung des Rennens eine Antrittsgebühr von mehr als 30 Millionen Euro pro Jahr fällig wird, mehrt sich der Widerstand gegen die Ausrichtung des Mega-Events.

Ecclestone selbst kann die kritischen Stimmen selbstverständlich nicht nachvollziehen. "Man bekommt ein Formel-1-Rennen, genauso wie jeder andere auf der Welt", antwortete er auf die Frage, was durch die Antrittsgebühren garantiert sei. Die Kosten stünden allerdings in einem angemessenem Verhältnis zu dem Nutzen, den eine Stadt daraus ziehen würde. "Melbourne hat es vielleicht nicht nötig, der Welt vorgestellt zu werden, aber dass ist es, was ein Formel-1-Rennen für eine Stadt macht", erklärte der 82-jährige Brite. "Und es bekommt weit mehr Sendezeit im TV als jede andere Veranstaltung in Melbourne."

Die schlechte Presse, die das Rennen in Australien erhält, stößt dem F1-Boss gerade deshalb bitter auf. "Man beginnt sich zu fragen: 'Will man uns in Melbourne überhaupt?'", sagte Ecclestone. "Wann immer solche Dinge passieren, sagt man mir, ich solle es nicht so ernst nehmen. Es seien nur ein paar Leute, die Krach schlagen." Aus diesem Grund hat er sich offensichtlich dazu entschlossen, dass es auch künftig Gastspiele der Königsklasse auf dem fünften Kontinent geben wird. "Es gibt kein Problem mit Melbourne", so Ecclestone. "Es scheint so, als will man uns da haben - und wir sind glücklich, dass die Formel 1 dort ist."

Olaf Mehlhose, 26.02.2013

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