Ferraris Auspuffbruch kein Beinbruch - Wollten ans Limit gehen

Fernando Alonso hatte an seinem zweiten Testtag mit Problemen an seinem Auspuff zu kämpfen. Der defekte Auspuff sorgt bei Ferrari aber nicht für Kopfzerbrechen.

Fernando Alonso spulte am Mittwoch lediglich 76 Runden ab. Am Vortag umrundete der Spanier noch 110 Mal den Circuit de Catalunya. Schuld am verkürzten Testprogramm des Ferrari-Piloten war ein gebrochener Auspuff. Der Defekt am F138 sorgt bei der Scuderia allerdings nicht für Kopfzerbrechen. "Wir haben den Auspuff bis zum Ende seines Lebenszyklus getestet, weil wir die Limits kennenlernen mussten. Der Defekt kann daher als Teil unserer Routinearbeit an der Strecke angesehen werden", erklärte Ferrari-Motorenpapst Luca Marmorini.

Vom Effekt des Coanda-Auspuffs verspricht sich der Italiener nicht signifikant mehr als im Vorjahr. "Das Reglement, das den Auspuffbereich festlegt, ist exakt das gleiche wie letztes Jahr. Deshalb erwarten wir eine ähnliche Performance in diesem Bereich, aber nicht mehr." Auch wenn die Vorschriften in diesem Bereich immer noch sehr strikt sind, so ergebe sich dennoch ein Vorteil durch die Nutzung der Abgase, weshalb die Motoren-Ingenieure sich im Zwist mit den Aerodynamikern befinden: "Im Moment sind alle Ingenieure etwas unglücklich, dass wir einen Kompromiss bei der Motorleistung eingehen müssen, aber wir können es uns leisten, ein bisschen an Motorleistung einzubüßen, wenn das Auto dadurch schneller ist."

Christian Menath, 21.02.2013

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