Die Stimmen der Spitzenpiloten - So sieht das Test-Fazit der Top-8 aus

Überrascht, zufrieden, verwundert - das sagen Carlos Checa, Marco Melandri und Co. zum Test auf Phillip Island.

Die zweitägigen offiziellen Testfahrten in Phillip Island sind vorbei und endeten mit einer Bestzeit von Carlos Checa auf der neuen Ducati 1199 Panigale.

So sieht das Fazit der Top-Piloten aus:

Carlos Checa (Alstare Ducati, Bestzeit):
"Ich bin extrem glücklich mit dem Ergebnis. Die schnellste Runde war eine nette Überraschung, da alle unter den selben Bedingungen draußen waren. Ich habe ehrlich gesagt nicht daran geglaubt, dass wir so früh auf so einem Level sein werden und dachte eher, dass ich Siebenter werde. Wir konnten bereits gestern eine gute Basisabstimmung finden und daran heute arbeiten. Mir gefällt es, dass sich alle Änderungen am Motorrad positiv auswirken und alles, was wir tun, in die richtige Richtung geht. Das Team arbeitet sehr gut zusammen und erstmals in diesem Jahr hatten wir so gute Bedingungen, dass wir viel Zeit am Motorrad verbringen konnten. Dieses neue Projekt ist einer der befriedigendsten Momente meines Lebens. Es ist eine aufregende Herausforderung und das heutige Ergebnis zeigt, dass das Bike großes Potenzial und noch Raum für Verbesserungen hat."

Marco Melandri (BMW GoldBet, 2.):
"Wir haben an den beiden Testtagen eine Menge Arbeit an unserer RR erledigt. Insgesamt bin ich mit dem Motorrad recht zufrieden. Wir haben eine gute Basis für das erste Rennwochenende. Aber in zwei Bereichen, in denen wir noch zu kämpfen haben, haben wir weitere Arbeit vor uns. Die Reifenabnutzung bereitet uns noch Schwierigkeiten, wir müssen das bis zu den Rennen verbessern. Das zweite Thema, das uns beschäftigt, ist, dass wir mit Chattering zu kämpfen haben, ähnlich wie im vergangenen Jahr am Rennwochenende in Phillip Island. Wir arbeiten daran, das zu beheben. Leider bereitet mir meine Schulter weiter Schwierigkeiten, sie schmerzt nach wie vor. Ich hoffe, dass ich mich am Rennwochenende besser fühle."

Leon Camier (Fixi Crescent Suzuki, 3.):
"Ich bin es heute langsam angegangen, um ehrlich zu sein. Der Morgen war sehr feucht, also haben wir keine einzige Runde gedreht. Am Nachmittag hatte ich noch ein paar kleine Dinge auszuprobieren. Wir haben die Haltbarkeit der harten Reifen getestet und uns angesehen, welcher Reifen am besten läuft, wenn es an Renntagen kalt ist. Wir sind wirklich nur ein bisschen durch die Gegend gefahren und haben nicht versucht, auf gute Rundenzeiten loszugehen. Es ging nur um die Bestätigung einiger Dinge und darum, sicherzustellen, dass sich das Bike richtig anfühlt."

Tom Sykes (Kawasaki, 4.):
"Ich habe meinen verletzten Arm heute wirklich viel benutzt, da er immer wieder eingeschlafen ist. Mein Crewchief hat gute Arbeit geleistet, ihn wach zu halten. Das Handgelenk ist angeknackst und die Rippen schmerzen ganz schön, aber ich habe vollstes Vertrauen in die Kawasaki und das ganze Team. Wir haben uns nun wieder gesammelt und sind dort, wo wir sein wollten. Ich kann mich wieder auf das Rennfahren konzentrieren und das gefällt mir. Wir haben schon gestern viele Runden absolviert und ich fühlte mich okay, als ich heute Morgen aufgewacht bin."

Michel Fabrizio (Red Devils Roma Aprilia, 5.):
"Ich bin mit dem Verlauf dieser zwei Tage zufrieden. Am meisten freut mich unsere Konstanz auf dem Motorrad, die ich sehr stark finde. Wir müssen noch an der Reifenauswahl feilen, die durch die wechselnden Bedingungen dieser Tage beeinflusst wird. Wir haben gestern und heute gute Arbeit geleistet, wissen aber, dass während eines Rennens alles passieren kann. Also sind wir bereit und ich freue mich, am Freitag wieder auf die Strecke zu gehen, um die positiven Resultate zu bestätigen."

Jonathan Rea (Pata Honda, 6.):
"Die Bedingungen hier können sich dramatisch verändern - gestern hatten wir fast 60 Grad Asphalttemperatur und heute sind es weniger als 25. Der Wind wechselte auf der Geraden und solch wechselnde Bedingungen können das Setup am Motorrad ganz schön durcheinander bringen. Wir haben einfach versucht, viele Runden auf alten Reifen zu machen. Bis zum Rennwochenende müssen wir uns noch mit ein paar Reifenfragen beschäftigen. Es geht hier nur darum, auch in Runde 22 noch einen guten Reifen zu haben, darauf müssen wir hinarbeiten."

Leon Haslam (Pata Honda, 7.):
"Wir haben hier in Phillip Island in den ersten drei Stunden mehr Fortschritte gemacht als in zwei Tagen in Jerez. Wir konnten heute dieses Tempo leider nicht halten, weil das Wetter am Vormittag schlecht war und wir noch immer Gremlins in unserer Elektronik sitzen haben. Aber nun kennen wir das Problem, auch wenn das Motorrad sehr unruhig war, konnte ich dennoch eine gute Rundenzeit setzen."

Eugene Laverty (Aprilia, 8.):
"Die Tests verliefen gut, wie Slyvain auch bestätigen kann, und ich konnte das Motorrad besser kennenlernen. Wir haben uns darauf konzentriert, das Bike für das Rennen schnell zu machen, was für manche Leute hier ein Problem darstellen könnte. Nach diesen Tests fühle ich mich näher an meinem Team und besser auf dem Motorrad. Ich freue mich auf das Wochenende und will am Sonntag eine gute Show liefern."

Michael Höller, 19.02.2013

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