Checa überrascht mit Bestzeit - Spitze lässt spannenden Auftakt erahnen

Carlos Checa fährt zum Abschluss der Tests auf Phillip Island die schnellste Runde und kann es selbst kaum fassen.

Carlos Checa fuhr am zweiten und letzten Tag auf Phillip Island die schnellste Rundenzeit dieser Testfahrten. Der 40-jährige Spanier schrieb mit seiner neuen Ducati 1199 Panigale eine 1:31,059 an und unterbot damit die Montags-Bestzeit von Leon Camier um 0,184 Sekunden. Der Suzuki-Pilot belegte im kombinierten Klassement den dritten Rang, da am Dienstag auch BMW-Pilot Marco Melandri mit 1:31,237 Camiers Zeit unterbieten konnte.

"Ich bin extrem glücklich mit dem Ergebnis. Die schnellste Runde war eine nette Überraschung, da alle unter den selben Bedingungen draußen waren. Ich habe ehrlich gesagt nicht daran geglaubt, dass wir so früh auf so einem Level sein werden", strahlte Checa, der in den vergangenen drei Jahren vier der sechs Rennen auf Phillip Island gewinnen konnte.

Spitze verspricht Spannung

Herrschte am Vormittag noch wenig Verkehr, da die Strecke nach einem nächtlichen Regenguss noch auftrocknen musste, so kam am Nachmittag immer mehr Bewegung in die Boxengasse. Am Ende war die Spitze sehr ausgeglichen, die Top-6 trennten nicht einmal drei Zehntelsekunden. Zudem fanden sich auf den ersten sechs Plätzen Fahrer von allen sechs Herstellern. Hinter Camier landeten Tom Sykes (Kawasaki), Michel Fabrizio (Aprilia) und Jonathan Rea (Honda).

Es gab aber auch wieder Unfälle: So kam Suzuki-Fahrer Jules Cluzel zu Sturz und beschädigte dabei seine Maschine so schwer, dass er danach nicht mehr wieder aufsteigen konnte und letztlich nur 16 Runden drehte. Dennoch reichte es zum elften Rang. "Ich muss es weiterhin auf die harte Tour lernen", gestand der Franzose. "Ich weiß nicht warum das passiert ist und es ist schwer zu beschreiben. Ich habe kein gutes Gefühl und wir müssen weiter daran arbeiten, es zu finden damit die Crashes ein Ende haben."

Neukirchner noch einmal untersucht

Am Ende des Feldes landeten zwei angeschlagene Piloten, die nur wenige Runden absolvieren konnten: Max Neukirchner und Ayrton Badovini. Der Deutsche ließ sich nach seinem Sturz am Montag am Dienstagmorgen erneut untersuchen, weil er sich in der Nacht nicht wohl fühlte. Zwar konnten erneut keine Knochenbrüche bestätigt werden, dennoch ist sein Einsatz am kommenden Wochenende fraglich sein. Badovini hingegen dürfte beim Auftakt starten, auch wenn er noch über ein Hämatom auf Höhe der Leber klagte.

Die offizielle Testzeiten, Tag1+2 kombiniert:

1. Carlos Checa (E), Ducati Alstare, 1:31,059
2. Marco Melandri (I), BMW GoldBet, 1:31,237
3. Leon Camier (GB), Fixi Crescent Suzuki, 1:31,243
4. Tom Sykes (GB), Kawasaki, 1:31,261
5. Michel Fabrizio (I), Red Devils Roma Aprilia, 1:31,350
6. Jonathan Rea (GB), Pata Honda, 1:31,356
7. Leon Haslam (GB), Pata Honda, 1:31,396
8. Eugene Laverty (IRL), Aprilia, 1:31,452
9. Davide Giugliano (I), Althea Aprilia, 1:31,640
10. Sylvain Guintoli (F), Aprilia, 1:31,658
11. Jules Cluzel (F), Fixi Crescent Suzuki, 1:32,044
12. Chad Davies (GB), BMW GoldBet, 1:32,077
13. Glen Allerton (AUS), Next Gen Motorsports BMW, 1:32,159
14. Jamie Stauffer (AUS), Team Honda, 1:32,231
15. Loris Baz (F), Kawasaki, 1:32,625
16. Ivan Clementi (I), HTM BMW, 1:32,789
17. Vittorio Iannuzzo (I), Grillini BMW, 1:32,880
18. Federico Sandi (I), Pedercini Kawasaki, 1:32,964
19. Alexander Lundh (S), Pedercini Kawasaki, 1:33,447
20. Max Neukirchner (D), MR Ducati, 1:33,541
21. Ayrton Badovini (I), Ducati Alstare, 1:33,686

Michael Höller, 19.02.2013

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