Für Chilton zählt noch immer das Talent - Geld notwendige, Talent hinreichende Bedingung

Max Chilton ist einer der neuen, budgetreichen Fahrer in der Formel 1. Bei der aktuellen Paydriver-Diskussion geht für ihn der Faktor Talent zu sehr unter.

Die Diskussion um Bezahlfahrer spaltet die Formel 1 weiterhin. Während gute Piloten wie Timo Glock ihr Cockpit räumen mussten, rückten betuchte Piloten aus der GP2 nach. Einer von ihnen ist Max Chilton, der die Nachwuchskategorie 2012 auf dem vierten Platz beendete und zwei Saisonsiege holte. Er kann die Diskussion nicht nachvollziehen, schließlich sei das Bezahlen für einen Cockpitplatz in der Formel 1 stets Gang und Gäbe gewesen. Und bei allen Millionen solle nicht vergessen werden, dass Geld allein einen nicht in die Formel 1 bringe und das Talent in der Diskussion zu kurz komme.

"Es gibt viele von ihnen [Bezahlfahrern] in der Startaufstellung und meines Erachtens hat sich der Sport niemals verändert", sagt der Engländer gegenüber Sky Sports. "Ich denke, es ist immer so gewesen und wird vermutlich auch immer so sein. Einige Legenden in unserem Sport mussten Geld mitbringen, um in die Formel 1 zu kommen." Prominentestes Beispiel ist hier Michael Schumachers Einstieg bei Jordan. Das Rennen in Spa-Francorchamps ließ sich Eddie Jordan einst mit 150.000 Pfund vergüten.

Für Chilton kommt in der aktuellen Diskussion ein Aspekt aber deutlich zu kurz: "Was ich sagen kann, ist, dass Teams immer zuerst nach dem Talent schauen. Sie wollen sehen, dass man eine Pole Position herausfahren und in den unteren Kategorien Rennen gewinnen kann." Wenn man dann beides (Talent und Geld) beisammen habe, wäre es an der Zeit, die Gelegenheit in der Formel 1 zu ergreifen, von den besten Fahrern zu lernen und der bestmögliche Pilot zu werden, erklärt der 21-jährige weiter und warnt: "Kein Team lässt dich ans Steuer, wenn du es nicht drauf hast!"

Heiko Stritzke, 17.02.2013

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