Alguersuari auch 2013 nicht dabei - Karriere noch nicht zu Ende

Jaime Alguersuari wird auch 2013 trotz vorläufiger Zusage nicht als Stammfahrer in der Formel 1 dabei sein. Er wird zunächst bei Pirelli weiter testen

Der erste aussichtsreiche Kandidat für den zweiten Platz bei Force India ist aus dem Rennen: Jaime Alguersuari hat verkündet, dass er 2013 nicht in der Formel 1 fahren werde. Der 22-jährige ist außerdem frustriert über die fehlende Moral im Formel-1-Business. "Ich kann jedem versichern, dass ich über den größten Teil der Formel-1-Saison 2012 sicher gewesen bin, dass ich einen Platz in einem Team gehabt hätte, das normalerweise Punkte holt", lässt er verlauten. "Das haben sie mir gesagt und ich bin davon ausgegangen, dass dies wahr wäre."

Besonders ärgerlich sei dies, da er in seiner Überzeugung, 2013 Formel 1 zu fahren, andere interessante Angebote ausgeschlagen habe. "Diejenigen, die sich mir gegenüber verpflichtet hatten, haben mir Gründe genannt, die ich akzeptieren muss, aber nicht nachvollziehen kann. Die Formel 1 ist zu einer Auktion geworden", spottet der Hobby-DJ. Von der Qualität seiner Leistungen und derjenigen von Sebastien Buemi (beide wurden Ende 2011 von Dr. Helmut Marko bei Toro Rosso vor die Tür gesetzt) sei er absolut überzeugt und sein Traum sei es, ein Formel-1-Auto zu fahren, mit dem er unter die Top-5 fahren könne.

Seine Rennfahrer-Karriere sei aber noch nicht vorbei, versichert der Spanier: "Ich habe durch das Warten auf die Formel 1 zwar einige interessante Optionen verloren, aber ich muss Paul Hembery von Pirelli Motorsport für das unumstößliche Vertrauen in mich danken. Er sagte mir, dass er beim Entwicklungstest auf mich zähle." Alguersuari wird also weiterhin Reifentester bleiben: "Somit bleibe ich in der Formel 1 aktiv und spule mehr Kilometer ab als jeder andere dritte Fahrer [bei den Teams] in dieser Disziplin." Er glaube aber, dass er es wert sei, ein siegfähiges Fahrzeug in der Formel 1 zu steuern. Demnächst werde er am Barcelona-Marathon teilnehmen, kündigte er an.

Heiko Stritzke, 16.02.2013

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