Senna will seinen Horizont erweitern - Rennen in den USA angedacht

Bruno Senna startet 2013 im GT-Programm von Aston Martin in der WEC - dass ihn das nicht auslastet, ist keine Überraschung: Parallelstarts in den USA geplant.

Nach seinem Williams-Abschied hat sich Bruno Senna für den Wechsel in die Sportwagenweltmeisterschaft entschieden. Mit Aston Martin wird er dabei unter anderem in Le Mans starten - da der Rennkalender der Serie jedoch nur acht Events umfasst, ist Senna, der aus der Formel 1 2012 20 Auftritt gewohnt war, selbstredend nicht ausgelastet. Dementsprechend offen zeigte er sich nun für weitere Engagements und Parallelstarts in anderen Serien. Auf der faulen Haut liegen, das kam für den Brasilianer überhaupt nicht infrage. "Ich will meinen Horizont erweitern, um meine fahrerischen Fähigkeiten und mein Portfolio zu verfeinern", erklärte Senna.

"Nur einmal im Monat ein Rennen zu fahren, ist ein wenig langweilig - ich freue mich also auf weitere Möglichkeiten", verriet der Neffe des legendären Ayrton Senna. Wohin die Reise dabei gehen könnte, stehe zwar noch nicht fest - doch Senna, der sein Domizil in Monaco aufgeschlagen hat, gab an, auch keine weiten Wege zu scheuen, wenn das Angebot attraktiv wäre. "Wir schauen uns auch in den Staaten um. Dort würde ich gerne einmal ein paar Rennen fahren", sagte der 29-Jährige. Starts im Formelsport, respektive der schnellen IndyCar-Serie, hatte Senna vor einiger Zeit aber bereits ausgeschlossen - er habe seiner Mutter Viviane versprochen, die ihrer Meinung nach zu große Gefahr im Oval zu vermeiden.

Dass er nun der glamourösen und unwirklichen Welt der Formel 1 entsteige und in naher Zukunft kleinere Rennserien sein Zuhause sein werden, stelle für ihn kein Problem dar. "Ich bin keiner dieser Fahrer, die ignorieren, was außerhalb der F1 passiert", so Senna, der früher auch schon Gaststarts im Porsche-Cup und der Ferrari-Challenge absolvierte. "Ich weiß, dass auch die GTE-Klasse sehr umkämpft ist und die Fahrer ein hohes Niveau haben. Deshalb reizt mich diese Herausforderung auch so." Nun endlich wieder um Siege fahren zu können, sei ein großer Ansporn. "Dort Meister zu werden, wäre ein Traum - das habe ich bisher noch nicht erreicht und ist mein Ziel: Rennen gewinnen, Meisterschaften gewinnen und eine schöne lange Karriere haben", meinte Senna.

Frederik Hackbarth, 15.02.2013

© adrivo Sportpresse GmbH - http://www.motorsport-magazin.com