Kiefer Racing und der erste Schlagabtausch - Leicht gehandicapt

In den letzten drei Tagen fand für Kiefer Racing der erste Schlagabtausch bei den offiziellen IRTA Tests der Moto3 im spanischen Valencia statt.

Nachdem das Kiefer Racing Team mit Toni Finsterbusch und Florian Alt kurz zuvor in Cartagena einen privaten Rollout absolviert hatte, war die Crew darauf gespannt, wo beide Fahrer im direkten Vergleich mit den Gegnern stehen. Technisch lief es in Valencia besser als noch beim Rollout. Die ersten Kinderkrankheiten hatte das Team schon hinter sich. Allerdings erwischte es diesmal einen der Fahrer, und das richtig. Florian Alt fuhr zwar am ersten Tag zwar noch mit seiner neuen Kalex-KTM Moto3 Maschine, aber schon gegen Mittag stellte sich heraus, dass er nicht weiterfahren kann. Alt kämpfte noch immer mit einer Erkältung, die er mit nach Spanien gebracht hatte.

Daher beschloss das Kiefer Team, ihn an den zwei folgenden Tagen nicht aufs Motorrad zu setzen. Dass dies für einen jungen Fahrer wie ihn natürlich die Höchststrafe bedeutet, ist klar. Aber auch Alt sah es für besser an, die Krankheit auszukurieren als Schlimmeres zu riskieren. Er hofft nun auf die nächsten Tests am kommenden Dienstag bis Donnerstag in Jerez de la Frontera. Der zweite Mann im Team, Toni Finsterbusch, kam um einiges mehr zum Fahren. Er fuhr in drei Tagen 108 Runden auf seiner neuen Kalex-KTM Moto3 und konnte sich so einen ersten Überblick über das Potential seines Motorrades verschaffen. Natürlich hätte die Crew mit zwei Fahrern sicher noch einiges mehr an Abstimmungsdaten herausarbeiten können, aber daraus wurde leider nichts. Das ganze Team hofft nun auf den nächsten Test und darauf, dass die neue Saison endlich einmal reibungslos starten kann.

"Der Test war ok, wir haben viel gelernt. An den ersten zwei Tagen kamen wir nicht so viel zum Fahren, da hatten wir ein paar Probleme mit dem Getriebe, das kostete etwas Zeit. Heute lief es dann problemlos und ich fuhr mehr als an den beiden Tagen zuvor. Dabei haben wir verschiedenes am Fahrwerk ausprobiert und ich bin eigentlich ganz happy. Ich habe keine extra schnelle Rundenzeit gejagt und kann ganz glücklich sein. Das Motorrad ist für mich mit meiner Größe viel angenehmer als die, die ich bisher gefahren bin. Es macht Spaß und es steckt noch einiges an Potential drin. Jerez kenne ich nicht so besonders gut, aber dennoch werden wir versuchen, noch ein paar Schritte nach vorne zu machen", erklärte Finsterbusch am Donnerstag.

Alt war weniger begeistert. "Cartagena war ganz gut, ich war da zwar auch krank, aber es hat ganz gut geklappt. Jetzt habe ich leider eine Mittelohrentzündung und Fieber. Das Hotel ist einen Kilometer weg und ich höre die ganze Zeit die Motoren und das ist ziemlich blöd. Die Tests wären sehr wichtig gewesen, das Wetter ist heute optimal, das ist echt schade. Das Motorrad fühlt sich bisher sehr gut an, auch der Motor läuft sehr gut. Wir hatten ein paar kleine Probleme mit dem Getriebe, aber ich denke das bekommen wir hin. Jetzt kann ich die Tests nächste Woche in Jerez gar nicht erwarten."

, 15.02.2013

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