Caterham: Punkte nicht im Plan - Keine leeren Versprechungen mehr

Cyril Abiteboul schraubt die Erwartungen herunter. Verläuft alles nach Plan, gibt es 2013 kein Top-10-Ergebnis - bei Turbulenzen seien Punkte aber möglich.

Realistische Zielsetzungen - so lautet der neue Leitspruch von Caterham. Teamchef Cyril Abiteboul räumte kürzlich ein, dass das Team seinen Fahrern, namentlich Heikki Kovalainen und Vitaly Petrov, in der Vergangenheit Versprechungen gemacht habe, die der russisch-englische Rennstall nicht erfüllen konnte. Die Erwartungshaltung, 2012 den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen, sei eindeutig zu hoch gewesen. Gleiches soll sich in diesem Jahr offenbar nicht wiederholen. Verläuft alles nach Plan, sei Caterham auch 2013 kein Punktekandidat.

Abiteboul stellte allerdings im gleichen Atemzug klar, dass die Truppe aus Leafield alles daran setzen werde, möglichst erfolgreich abzuschneiden."Ich will sicherstellen, dass wir jede Möglichkeit, die sich uns bietet, auch nutzen", sagte er. "Dazu gehört auch die Möglichkeit, in die Punkte zu fahren." In den ersten Rennen sei der Sprung unter die Top-10 jedoch unwahrscheinlich, dafür sei der Abstand noch zu groß.

"Wenn es uns im Laufe der Saison allerdings gelingt, leistungsmäßig zum Mittelfeld aufzuschließen, und wenn es auf der Strecke ein paar Turbulenzen gibt, könnte es klappen", meinte Abiteboul, fügte aber im Zuge des neuen Realismus hinzu. "Es wird nicht passieren, dass wir in diesem Jahr aus eigener Stärke heraus punkten, aber man kann nicht ausschließen, dass wir einen Punkt holen, wenn etwas Unerwartetes passiert."

Olaf Mehlhose, 14.02.2013

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