Pic: Mit KERS in eine neue Welt - Schritt für Schritt lernen

Charles Pic konnte am Donnerstag in Jerez erstmals Testrunden mit seinem neuen Arbeitsgerät drehen. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom KERS des Caterham.

Für Charles Pic ging es am dritten Tag in Jerez erstmals auf die Strecke und das mit einem komplett neuen Boliden, denn für Caterham war der ehemalige Marussia-Mann noch nie unterwegs. Umso größer war die Vorfreude des Franzosen, endlich wieder Gas geben zu können. "Es war mein erster Tag und ich war seit Brasilien nicht mehr im Auto, daher war die Vorfreude groß", strahlte Pic.

Durch Probleme mit der On-Board-Elektronik verlor der Franzose zwar etwas Zeit auf der Strecke, zeigte sich aber begeistert, wie schnell seine neuen Mechaniker das Problem lösen konnten. Insgesamt wollte er aber keine Vergleiche zu Personen und Arbeitsweise zwischen Marussia und Caterham ziehen. "Ich hatte ein großartiges Jahr mit Marussia und freue mich nun auf die Zukunft mit Caterham."

Einen Vergleich musste Pic allerdings ziehen, denn neben dem Renault-Motor, den er nun fährt, gibt es noch eine gravierende Änderung. "Ich benutzte KERS zum ersten Mal, denn letztes Jahr hatten wir das nicht", so Pic. Nun gelte es, sich mit diesem Zusatz vertraut zu machen, was ihm nach eigenen Aussagen am Donnerstag Schritt für Schritt immer besser gelang. "Die Bremsbalance ist sehr unterschiedlich, denn die Hinterachse blockiert deutlich mehr."

Themen wie Balance oder Setup standen für Pic allerdings noch nicht primär auf dem Plan, geht es bei den ersten Testfahrten für Caterham doch vorranging darum, die Basis des Autos zu verbessern. Daher konnte der Franzose auch wenig Auskunft über Aussagen seines neuen Teamkollegen Giedo van der Garde machen, der mit der Frontpartie des CT03 sehr zufrieden war, aber noch viel Arbeit mit dem Heck prognostizierte. "Ich arbeitete in eine komplett andere Testrichtung, daher kann ich dazu nicht viel sagen", fiel sein Statement diplomatisch kurz aus.

Was Pic aber bereits an seinem ersten Tag feststellen konnte, war, dass die Reifen unter massivem Abbau leiden, was die Situation nicht vereinfacht. "Wenn du etwas testen willst, benötigst du Konstanz. Die Reifen sind sehr gut für eine Runde, aber dann startet bereits der Abbau", schilderte der ehemalige Marussia-Mann.

Marion Rott, 07.02.2013

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