Rosberg: 148 problemlose Runden - Freude über Zuverlässigkeit

Nico Rosberg muss sich am Donnerstag über keinerlei Probleme ärgern und spulte eine rekordverdächtige Rundenzahl ab.

Die Erleichterung war bei Mercedes spürbar. Nachdem an den ersten beiden Testtagen in Jerez so ziemlich alles schiefgegangen war, was nur schiefgehen konnte, verlebte Nico Rosberg einen problemlosen Donnerstag, spulte die beachtliche Anzahl von 148 Runden ab und übertraf damit sogar Michael Schumachers Bestleistung aus dem Vorjahr um 16 Umläufe.

"Der heutige Tag war gut und hat vieles wettgemacht, was wir an den letzten beiden Tagen verloren haben", zeigte sich Rosberg zufrieden. Der Wiesbadener wies als Zweiter 0,8 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Felipe Massa auf und war zuversichtlich, dass der positive Trend am letzten Tag der Testfahrten in Südspanien aufrechterhalten werden kann, wenn wieder Lewis Hamilton im Cockpit sitzt. "Es lief sehr konstant und wir haben alles erledigt, was auf dem Plan stand", führte der Mercedes-Pilot aus. Die Stuttgarter übten auch noch einige Boxenstopps, da aufgrund der limitierten Reifenanzahl weitere Runden keinen Sinn gemacht hätten.

Für Rosberg steht fest, dass die Schwierigkeiten zu Wochenbeginn nur auf Pech zurückzuführen waren. "Wir waren an den letzten paar Tagen einfach unglücklich, denn es gab Probleme, die sehr einfach hätten vermieden werden können, aber sie waren ziemlich schwierig zu beheben", meinte er. "Das ist bei relativ kleinen Problemen ungewöhnlich." Doch Mercedes habe mit der Vielzahl an abgespulten Runden nun bewiesen, dass der F1 W04 ein zuverlässiger Wagen ist. "Heute ist am Auto nichts schiefgegangen, nicht das geringste", freute sich Rosberg.

Der 27-Jährige fühlte sich in seinem Arbeitsgerät von Anfang an wie zuhause, denn es war, als hätte er in den letzten zweieinhalb Monaten keine Pause eingelegt. "Ich fühle mich seit der ersten Runde in diesem Wagen sehr wohl", strahlte er. Dennoch gäbe es freilich noch viel Luft nach oben, denn so war Rosberg mit dem Untersteuern und der Balance nicht zufrieden. "Aber ich kann pushen, fühle mich sehr wohl und das ist sehr schön", wollte er nicht zu kritisch sein.

Philipp Schajer, 07.02.2013

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