Senna als Motivationsschub - Aston Martin feiert die Verpflichtung von Bruno Senna

Als Teil des Werkskaders von Aston Martin Racing will Bruno Senna nach mehreren Jahren wieder um Siege kämpfen.

Bruno Senna startet 2013 im Werksteam von Aston Martin in der Langstrecken-Weltmeisterschaft und damit zum zweiten Mal bei den 24 Stunden von Le Mans. Zum ersten Mal nahm der Neffe des unvergessenen Ayrton Senna 2009 für Oreca am bedeutenden Klassiker teil. Seine Teamkollegen waren damals der Monegasse Stéphane Ortelli und der Portugiese Tiago Monteiro.

Siegchancen in der GTE-Pro-Klasse

Die Equipe von Hugues de Chaunac wird Senna in der anstehenden Saison aber hauptsächlich im Rückspiegel sehen, Oreca betreut den Einsatz des Toyota TS030 Hybrid, der nicht nur um den Klassen- sondern um den Gesamtsieg kämpfen wird. Das stellt für den 29-Jährigen aber kein Problem dar, er will mit dem Vantage die GTE-Klasse für sich entscheiden. "Bis 2009 konnte ich in den Rennserien, in denen ich angetreten bin immer um Siege und Podestplätze kämpfen", so Senna: "danach hatte ich die Umstände nicht unter meiner Kontrolle und in der Formel 1 nicht die selbe Chance. Auch die Angebote für diese Saison gaben sie mir nicht. "

Aston Martin feiert 2013 das 100-Jährige bestehen und setzt jeweils zwei Vantage in der Profi- sowie in der Amateurwertung der GTE-Klasse ein. Das Auto debütierte 2012 in der WEC und konnte beim letzten Saisonrennen in Shanghai zum ersten Mal einen Klassensieg erringen.

Den Kontakt zwischen Aston Martin und Senna stellte Darren Turner her, der Senna wie Teamchef John Gaw als großen Motivationsschub für das AMR-Programm sieht, weil beide Seite den Sieg erzwingen wollen. "Ich wurde letzte Woche kontaktiert und habe am Montag die Fabrik zum ersten Mal besucht, ich war sehr beeindruckt weil hier alles unter einem Dach entwickelt wird, vom V8-Motor angefangen bis zu Kleinteilen", berichtet Senna vom Besuch.

Nach ersten Testfahrten wird Senna zusammen mit Turner und Stefan Mücke beim ALMS-Klassiker in Sebring an den Start gehen. Die restliche WEC-Saison teilt er sich das Cockpit mit dem schnellen Franzosen Frédéric Makowiecki, der ebenfalls ins Werksteam stößt. In Le Mans und in Spa wird das Duo von Rob Bell unterstützt.

Eduard Einberger, 06.02.2013

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