Symonds hat Caterham im Visier - Unerfahrenheit könnte zum Problem werden

Pat Symonds ist zurück in der Königsklasse. Nach dem Crashgate-Skandal darf der Brite wieder Vollzeit in der Formel 1 arbeiten. Er hat ambitionierte Ziele.

Bei Marussia sollte 2013 der große Umbruch stattfinden. Mit einem gänzlich im Windkanal entwickelten Boliden und KERS sollte der Bolide endlich auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Doch nach dem Aus von Timo Glock aus finanziellen Gründen bezweifeln viele, dass Marussia einen signifikanten Schritt machen kann. Pat Symonds, im letzten Jahr noch in beratender Tätigkeit bei den Briten, darf nach seiner Formel-1-Sperre wieder Vollzeit in der Formel 1 arbeiten und glaubt trotz der Probleme an eine gute Saison.

"Wir haben 2012 Caterham manchmal auch ohne KERS geschlagen. Und jetzt haben wir erstmals einen Plan, der ein lange entwickeltes Programm vorsieht", gab er sich optimistisch. "Wir hoffen, dieses Jahr einen achtbaren Job zu machen." Vor allem die Entwicklung im Windkanal und das kinetische Energierückgewinnungssystem sah er dabei als großen Pluspunkt an. "Deshalb ist es ein realistisches Ziel, dieses Jahr vor ihnen [Caterham] zu stehen."

Auch wenn die offizielle Bestätigung noch aussteht, so wird sich das Fahreraufgebot des in Banbury ansässigen Teams wohl aus Max Chilton und Luiz Razia zusammensetzen. Symonds gibt seine Bedenken bezüglich dieser Fahrerpaarung gegenüber brasilianischen Medien offen zu und hofft, dass der MR02 von Anfang an ein gutmütiges Fahrzeug ist. "Unsere Piloten sind komplett unerfahren. Wenn viele Änderungen nötig sind, wird es ein Problem."

Christian Menath, 05.02.2013

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