Ferrari benennt neuen Chef-Designer - F138 als erstes eigenes Auto

Simone Resta war bislang nur wenigen ein Begriff. Das wird sich jetzt ändern, denn er wurde zum neuen stellvertretenden Chef-Designer bei Ferrari ernannt.

Kein Geheimnis: Ferrari hat für dieses Jahr zwei Arbeitsgruppen in Maranello gegründet: die eine kümmert sich um die Belange des aktuellen F138-Boliden, die andere um das Auto für 2014. Da für diesen Aufwand eine Vielzahl an Personen benötigt wird, wurde Simone Resta zum neuen Deputiy Chief Designer des Teams ernannt. Der Name war bislang weitestgehend unbekannt außerhalb Maranellos, doch Resta kommt 2013 eine wichtige Rolle zu: Er ist mitverantwortlich für die Entwicklung des aktuellen Boliden und berichtet direkt an Pat Fry und Nikolas Tombazis.

"Es gab nur sehr wenige Änderungen im Reglement, trotzdem haben wir an allen Bereichen des Autos gearbeitet", so Resta. "Wir wollten überall einen Schritt nach vorn machen, denn wir hatten das Gefühl, dass im neuen Auto noch eine Menge Potenzial steckt." Als größte Veränderung am F138 sieht er die neue Aufhängung. "Sie wurde überarbeitet und am Heck ist die Aufhängung komplett neu", erklärte Resta. Das Design-Team legte auch an den Seitenkästen sowie am Auspuff des Autos noch einmal großflächig Hand an.

Doch mit den Änderungen ist das Projekt F138 noch lange nicht abgeschlossen, während der Testfahrten soll sich das Auto noch einmal verändern und beim Saisonstart in Melbourne in einer anderen Version auftreten. Beim Launch am Freitag wollte Ferrari - wie alle anderen Teams auch - seine Karten noch nicht vollständig auf den Tisch legen. "In den vergangenen paar Wochen haben wir und bereits verbessert und im Vergleich zu den vorderen Teams können wir die Performance des F138 noch weiter steigern", sagte Resta ambitioniert. "Das garantiert, dass der F138 in Melbourne wesentlich anders aussehen wird als noch beim ersten Test."

Laut dem neuen stellvertretenden Chef-Designer gab es beim Vorjahresauto eine signifikante Performance-Lücke, die es zu schließen galt. "Das können wir nicht leugnen, aber ich denke, dass wir in allen Bereichen gute Arbeit geleistet und versucht haben, die Schwachstellen des Vorgängers auszumerzen", meinte Resta. Resta startete seine Formel-1-Laufbahn bei Minardi, bevor er als Designer zu Ferrari wechselte. Anschließend stieg er zum Leiter einer Design-Gruppe auf, gefolgt vom Posten als Chef des Research and Development in Maranello. Nun ist er für den F138-Boliden zuständig.

Robert Seiwert, 01.02.2013

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