Domenicali: F138 eher kein Über-Auto - Füße auf dem Boden lassen

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali nimmt das komplette Team in die Pflicht. Ziel sei es, beim ersten Rennen in Australien konkurrenzfähig zu sein.

Das lange Warten hat ein Ende: In Maranello präsentierte Ferrari den neuen roten Renner, mit dem 2013 möglichst zwei Titel eingefahren werden sollen. Für Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali ist die Vorstellung des F138 allerdings erst der Auftakt für die wirklich wichtige Phase. In den kommenden Wochen käme es darauf an, den Boliden bis zum Saisonauftakt in Australien in ein siegfähiges Auto zu verwandeln.

"Hauptziel ist es, dass wir unseren Fahrern ab dem ersten Rennen ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung stellen", sagte der Italiener. Aus diesem Grund seien innerhalb des Traditions-Rennstalls aus Maranello einige Umstrukturierungen vorgenommen worden. "In den letzten Jahren haben wir unsere Leistungsfähigkeit zu Beginn des Winters leider nicht immer voll ausgeschöpft", erklärte er. "Wir haben einige Veränderungen vorgenommen, um unsere Organisation für die kommenden Wochen effektiver zu machen."

Ferrari startet standesgemäß jede Saison mit dem Anspruch, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Dass der neue F138 aber kein Über-Auto ist, war auch Domenicali bewusst. "Ich denke nicht, dass wir erwarten können, dass das Auto sehr viel schneller sein wird als die anderen", so der Teamchef. "Das wäre natürlich fantastisch. Wir müssen aber die Füße auf dem Boden lassen und ein Auto bauen, dass der Konkurrenz ebenbürtig ist."

Optisch gesehen ist der F138 bereits ein Fortschritt zu seinem Vorgänger, denn auch Ferrari setzt auf das so genannte vanity panel, also das Bauteil, das die Stufennase versteckt. Domenicali: "Wir gingen in diese Richtung, denn das gesamte Projekt sieht vor, die Performance in diesem Bereich zu verbessern. Und es sieht hübscher aus."

Olaf Mehlhose & Robert Seiwert , 01.02.2013

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