Kawasaki beendet ersten Test auf einem Hoch - Rost schnell abgeschüttelt

Die Kawasaki-Piloten Tom Sykes und Loris Baz zeigten sich beim ersten Test 2013 trotz schwieriger Witterungsverhältnisse in guter Form.

Nichts verlernt hat Vizeweltmeister Tom Sykes in der Winterpause. Der Engländer kam, sah und fuhr direkt zu Beginn des ersten Testtages auf Rennreifen die inoffizielle Testbestzeit von 1:34.9. Dabei konzentrierte sich der Kawasaki-Pilot vor allem auf Entwicklungsarbeit im Bereich Fahrwerk und Rahmen. Während Sykes sofort zu seiner erwarteten Form fand, tat sich Loris Baz etwas schwerer, da er den Almeria Circuit erst wieder neu erlernen musste, nachdem er dort viele Jahre nicht gefahren war. Am zweiten Testtag waren aufgrund heftiger Windverhältnisse keine produktiven Ergebnisse zu erzielen und das Team blieb an der Box.

Baz verlor am ersten Tag Testzeit, da einige kleinere Probleme an seiner Ninja ZX-10R behoben werden mussten. Der Franzose hatte Zeit, Vergleiche zu seiner Almeria-Vergangenheit zu ziehen: "Das letzte Mal, dass ich Almeria im Trockenen gefahren bin, war 2005 mit einem 80ccm-Bike, deshalb musste ich die Strecke ein wenig neu erlernen. Es ist schon ein kleines bisschen anders auf einem Superbike", scherzte er. Der Fokus beim Test habe darauf gelegen, mehr Stabilität beim Bremsen zu bekommen. "Ich denke, wir haben da etwas erreicht, deshalb freue ich mich jetzt darauf, beim nächsten Test in Jerez in diesem Bereich weiter zu arbeiten."

Tom Sykes zeigte sich mit dem Test ebenfalls zufrieden: "Die guten Nachrichten sind, dass wir sofort wieder die Pace nach der Winterpause gefunden haben. Tag 1 hat sich als sehr nützlich herausgestellt und ich konnte 82 Runden abspulen." Der Wind am zweiten Tag sei sehr schade gewesen, da er nicht auf die Strecke gehen konnte. "Schon als ich am Morgen aufgewacht bin, habe ich den Wind um das Hotel jaulen gehört. Trotzdem lief es für uns prächtig, weil wir uns beim Fahrwerk und in anderen Bereichen vorwärts bewegt haben. Jetzt geht es nach Jerez und ich freue mich drauf, dort mit unserer guten Arbeit weiterzumachen."

Heiko Stritzke, 19.01.2013

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