Peterhansel mahnt zur Vorsicht - Gesamt-Leader bremst Euphorie nach Dreifachsieg

Stephane Peterhansel und X-raid feiern nach dem Dreifachsieg auf der neunten Etappe. Der Franzose warnt aber: "Der Sieg ist uns noch nicht sicher."

Was für ein Tag für das Monster Energy X-raid Team: Die neunte Etappe von San Miguel de Tucuman nach Cordoba brachte nicht nur einen Dreifachsieg für die Mannschaft aus Trebur. Der Franzose Stéphane Peterhansel hat nun einen Vorsprung von fast 50 Minuten auf dem Zweitplatzierten Giniel de Villiers. Sein bisher schärfster Konkurrent Nasser Al Attyiah im Buggy ist bisher noch nicht im Ziel angekommen.

Den Tagessieg sicherte sich jedoch das spanisch/französische Duo Nani Roma/Michel Périn vor Peterhansel und seinem französischen Co-Piloten Jean-Paul Cottret im grünen MINI ALL4 Racing. Dritte wurden Orlando Terranova (ARG) und Paulo Fiúza (POR) im BMW X3 CC. Die beiden Russen Leonid Novitskiy und Konstantin Zhiltsov komplettierten im orangen MINI ALL4 Racing den Erfolg mit einem sehr guten siebten Platz.

Auch in der Gesamtwertung sieht es für das X-raid Team sehr gut aus: Neben dem Erstplatzieren Peterhansel belegt Novitskiy mit einem Rückstand von 56:03 Minuten den dritten Gesamtrang. Gefolgt von Nani Roma und Orlando Terranova. Boris Garafulic hat nach der neunten Etappe den elften Platz inne und liegt damit in Schlagdistanz zu den Top 10.

Als der gelbe MINI ALL4 Racing in den Servicepark des Monster Energy X-raid Teams einbog, feierten die Fans am Zaun den Etappensieger. "Ich freue mich sehr über diesen Erfolg - auch für meine Mechaniker, die gestern den ganzen Tag an meinem MINI gearbeitet haben", strahlt Roma im Ziel. Dabei machten es ihm seine Konkurrenten nicht einfach. Auf dem ersten Teil der Prüfung ging er im Staub von Nasser Al Attiyah fest, später hinter Robby Gordon. Trotzdem war er schnell genug, seinen zweiten Tagessieg bei dieser Dakar einzufahren.

Auch bei Stéphane Peterhansel sah man ein Lächeln auf dem Gesicht, auch wenn der heutige Tag sehr anstrengend war. "Speziell den zweiten Teil der Prüfung bin ich ruhiger angegangen, um keinen Fehler zu begehen", erklärt Peterhansel, der nun einen guten zeitlichen Puffer auf seine Verfolger hat. "Der Sieg ist uns noch nicht sicher", bremst er die Freude ein. "Aber sicherlich kann ich jetzt mehr auf Sicherheit fahren als bisher."

Mit seiner konstanten Fahrweise hat es Novitskiy wieder geschafft, in die Spitzengruppe der Dakar vorzustoßen. Auch heute sicherte er sich wieder eine Position in den Top 10. "Der erste Teil der Prüfung war nicht so gut. Die Kurven waren teilweise so eng, dass wir zurückstoßen mussten", berichtet der Russe. "Dass wir nun auf dem dritten Gesamtrang liegen freut mich sehr. Wir haben das erreicht, indem wir so gut wie keine Fehler gemacht haben und cool geblieben sind."

Boris Garafulic (CHI) / Gilles Picard (FRA) kamen in MINI ALL4 Racing auf dem 15. Rang ins Ziel. Die beiden Deutschen Stephan Schott und Holm Schmidt beendeten die Tag auf dem 20. Rang.

, 15.01.2013

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