Vorschau Rallye Monte Carlo - Die Königin aller Rallyes

Der traditionelle Lauf rund um das Fürstentum bildet den Saisonauftakt. Die Rallye geht an vier Tagen über die Bühne, das Finale findet in der Dunkelheit statt.

2012 kehrte die sagenumwobene Rallye Monte Carlo in den Rennkalender der WRC zurück. Wie im Vorjahr bildet der traditionelle Lauf rund um das Fürstentum den Saisonauftakt. Bei der 81. Rallye Monte Carlo vom 15. bis 20. Januar sehen die Piloten gleich mehreren Besonderheiten entgegen: die 465 Wertungskilometer werden an insgesamt vier Tagen absolviert, das Finale findet in der Dunkelheit statt.

Entgegen vieler Gerüchte wird die Monte 2013 erneut im französischen Valence starten und im Fürstentum enden. Die ersten beiden Etappen sind identisch mit 2012, für die Prüfungen am Freitag ließen sich die Organisatoren etwas Neues einfallen. Am dritten Tag geht es für die Piloten auf die 32,8 Kilometer lange Etappe St. Jean En Royans - La Cime Du Mas, gefolgt von der 21,8 Kilometer langen Stage St. Nazaire Le Desert - La Motte Chalancon.

Das Highlight bildet die Rückkehr der berüchtigten Wertungsprüfung Sisteron - Thoard über 36 Kilometer durchs hügelige Hinterland des Mittelmeers. Der Finaltag steht ganz im Zeichen der französischen Alpen. Der Col de Turini wird gleich drei Mal gefahren, die Entscheidung fällt auf der letzten Prüfung Lantosque - Luceram gegen 22 Uhr. Die Rallye Monte Carlo gilt für Fahrer und Autos als Herausforderung, nicht zuletzt aufgrund der unvorhersehbaren Wetterbedingungen.

Loeb wieder Favorit

Einerseits findet der Saisonauftakt im Januar statt, andererseits überwinden die Piloten teils große Höhen, wenn sie von den Küstengebieten in die Berge unterwegs sind - Schneefall oder eisglatte Straßen sind keine Seltenheit. Erfahrung ist bei der Monte bereits die halbe Miete, denn die Reifen müssen sorgfältig ausgewählt werden, da sich die Witterungsbedingungen - sowohl durch Zeit- als auch Lokalitätsdifferenz - stetig ändern können.

Zahlreiche Piloten setzen deshalb auch auf Eisspione. Diese fahren vor dem offiziellen Start einer Wertungsprüfung die Strecken noch einmal ab und geben ihre Beobachtungen an die Teams weiter. Im Vorteil befinden sich auch jene Piloten, sie sich perfekt auf die wechselnden Bedingungen einstellen können. Als Favorit auf den Sieg gilt erneut Sebastien Loeb, der schon mehrfach die Rallye Monte Carlo für sich entschieden hat. Die Rallye Monte Carlo ist eine von vier Rallyes, die der amtierende Champion 2013 bestreiten wird.

Kerstin Hasenbichler, 08.01.2013

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