Erster Tagessieg für Monster Energy Team - Harte Etappe mit schwieriger Navigation

Stephane Peterhansel übhernimmt nach Etappe zwei die Gesamtführung bei der Rallye Dakar. Das Duo Terranova-Ruiz sorgt für eine Überraschung.

Nach dem gestrigen ruhigen Einstieg in die Rallye, trumpfte das französische Duo Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret im grünen MINI ALL4 Racing auf der zweiten Prüfung richtig auf und sicherte sich den Tagessieg. Trotz einer schwierigen Navigation kamen sie ohne größere Probleme durch die 242 Kilometer lange Prüfung. Im Ziel reichte ihr Vorsprung auf die Konkurrenz sogar, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.

"Die Prüfung war sehr schön, mit großen Dünen zu Beginn. Aber die Navigation hatte es in sich. Als wir zu Kilometer 75 kamen, begannen auf einmal alle zu drehen", erzählt der Tagessieger. "Aber Jean-Paul und ich hatten das richtige Näschen und fanden sofort die richtige Richtung. Doch ich muss sagen, die Etappe war schwerer als gedacht."

Ein tolles Ergebnis lieferte auch das Duo Orlando Terranova (ARG) und Paulo Fiúza (POR) im BMW X3 CC ab. Sie kamen als vierte in Ziel. Direkt dahinter platzierten sich die beiden Russen Leonid Novitskiy und Konstantin Zhiltsov im orangen MINI ALL4 Racing. Sie hatten auf der Suche nach einem Wegpunkt etwas Zeit verloren, zeigten sich ansonsten von der Prüfung unbeeindruckt. "Die Prüfung selbst war nicht so schwer und ich freue mich sehr über meine Position. So kann es weitergehen," lacht Novitskiy.

Auch für Krysztof Holowczyc (POL) und Filipe Palmeiro (POR) wurde im weißen MINI ALL4 Racing der Wegpunkt zum Hindernis und sie mussten sich mit dem achten Platz zufrieden geben. "Der Tag war nicht einfach und die Dünen hatten es in sich. Wir haben nicht mit dem Luftdruck gespielt, damit wir auf den harten Reifen bleiben", erzählt der Pole. "Dadurch waren wir auf manchen Dünen am Limit, aber der MINI kam immer gut drüber.

Einen schlechten Tag erwischte das spanisch/französische Duo Nani Roma und Michel Périn im gelben MINI ALL4 Racing. Auch sie verloren auf der Suche nach dem Wegpunkt einige Minuten. Später musste er wegen einem Platten anhalten. Der Reifen war so zerstört, dass es einige Zeit dauerte, bis ihn die Crew im Auto befestigen konnte. Insgesamt büßte der Spanier so rund 24 Minuten ein und landete auf Position 17. "Das war ein richtig schlechter Tag für mich", meint Roma. "Dass wir den Wegpunkt suchen mussten, war nur halb so tragisch, aber die Sache mit dem Reifen hat mich schon geärgert. Jetzt haben wir hoffentlich unser ganzes Pech aufgebraucht."

Boris Garafulic (CHI) und Gilles Picard (FRA) bleiben im MINI ALL4 Racing bei ihrer Taktik aus dem vergangenen Jahr und wollen die einzelnen Etappen in Ruhe angehen. "Wir wollen keine Fehler machen", so der Chilene. "Uns haben heute Konkurrenten zunächst überholt, die sich dann aber verfahren haben." Nach der 242 Kilometer langen Etappe hatten sie den 18. Rang inne. Die beiden Deutschen Stephan Schott und Holm Schmidt belegten im MINI ALL4 Racing den 34. Platz.

Morgen verlässt der Dakar-Tross Pisco und bricht auf in Richtung Nazca. Kurz nach Biwak starten die Piloten auf die 243 Kilometer lange Prüfung. Eine Verbindungsetappe von 96 Kilometern Länge führt dann ins nächste Biwak. Zu Beginn und zum Ende der Prüfung müssen sich die Teilnehmer wieder den Dünen stellen - unterbrochen von einer schnelleren Passage.

, 07.01.2013

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