Quads: Argentinier als Favoriten - Erneuter Sieg für die Familie Patronelli?

Da Alejandro Patronelli nicht an den Start geht, ist sein Bruder Marcos der große Favorit unter den Quad-Piloten. Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land.

Mit 40 Quads kann sich die diesjährige Dakar über einen neuen Teilnehmerrekord freuen. Zum fünften Mal gehen die kleinen, aber mächtigen Gefährte bei der bekanntesten Rallye der Welt an den Start. Gewann die erste Auflage im Jahr 2009 noch der Tscheche Josef Machacek, gingen die drei weiteren Siege seither an die argentinische Familie Patronelli. Zunächst triumphierte Marcos Patronelli, ehe sein Bruder Alejandro in den letzten beiden Jahren die Nase vorne hatte.

2013 ist Marcos Patronelli jedoch auf sich alleine gestellt, da sein Bruder nicht startet und eigentlich wollte er an der Rallye gar nicht teilnehmen, doch einem Angebot von Yamaha Argentinien konnte der 32-Jährige nicht widerstehen. "Ich bin aufgeregt, zum fünften Mal in Folge an der Dakar teilzunehmen", sagte der Zweite des Vorjahres, der sich zwar nicht unbedingt den Sieg vorgenommen hat, es aber auch nicht zu locker angehen lassen möchte. "Die Dakar ist die Summe enorm vieler Parameter. Wenn alles funktioniert, können wir ein gutes Resultat erzielen."

Petronellis vielleicht härtester Konkurrent stammt ebenfalls aus Argentinien. Tomas Maffei, der auch für Yamaha antritt, belegte im Vorjahr mit vier Etappensiegen den dritten Platz und hat sich diesmal mehr vorgenommen. "2012 wollte ich auf das Podium. Nun will ich um die Spitzenplätze kämpfen und habe den ersten Rang im Visier", machte er aus seinen Ambitionen kein Geheimnis. Mit Lukasz Laskawiec (Dritter 2011) und Rafal Sonik (Dritter 2009) kommen zwei weitere Mitfavoriten aus Polen.

Philipp Schajer, 02.01.2013

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