Zanardi erteilt DTM eine Abfuhr - Lieber Fischen mit dem Sohn

Alex Zanardi galt als einer der Kandidaten auf ein Cockpit bei BMW in der DTM. Nun erklärt der Italiener, warum er lieber Fischen geht.

Die Hoffnung war groß, das Fan-Echo durchweg positiv. Kaum jemand wünschte sich nicht, dass Alex Zanardi ein Cockpit in der DTM bekommt und vielleicht sogar um den einen oder anderen Erfolg kämpfen kann. Anfang November hatte der Italiener von BMW die Möglichkeit erhalten, einen extra für ihn umgebauten M3 DTM auf dem Nürburgring zu testen.

Bereits nach diesem Tag in der Eifel zeigte sich der ehemalige Formel-1-Pilot aber eher skeptisch ob der Möglichkeit, in die DTM einzusteigen. "Ich glaube es ehrlich gesagt nicht, da das Level in der DTM für einen alten Mann wie mich zu hoch ist", erklärte Zanardi im Nachhinein. Grund für den Test waren seine Medaillen bei den Paralympischen Spielen in London, wo er mit dem Handbike triumphierte. Um diese Leistung zu würdigen, schenkte ihm BMW einen Testtag in einem symbolisch golden lackierten Wagen.

So sehr sich die Fans aber Hoffnungen auf ein Comeback des Italieners machten, nun kam die klare Absage an die DTM. "Wir hatten ein Gespräch darüber, es weiterhin ernsthaft anzugehen", erklärte der 46-Jährige dem Telegraph. "Aber ich entschied, dass es ein wenig zu viel für mich sein würde, die gesamte Saison im nächsten Jahr Vollzeit involviert zu sein."

Eine Rolle bei dieser Entscheidung könnte auch sein Vorhaben gespielt haben - anders als zunächst erklärt - nochmals bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro anzutreten, wofür das Training viel Zeit in Anspruch nehmen würde. "Es würde bedeuten, dass ich keine Zeit für Dinge hätte, die ich genieße", bezog sich Zanardi auf ein Engagement in der DTM. "Sachen wie Radfahren oder Fischen mit meinem Sohn - daher warte ich auf die nächste Gelegenheit."

Marion Rott, 28.12.2012

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