Montezemolo: Vettel ja, Vettel/Alonso nein - Hamilton keine Alternative

Luca di Montezemolo stellte klar, dass Ferrari zu Sebastian Vettel nicht nein sagen würde. Als Teamkollege von Fernando Alonso kommt er nicht in Frage.

Ferrari und Sebastian Vettel - das ist eine schier unendliche Geschichte. Der Dreifach-Champion wird immer wieder mit einem Cockpit bei den Roten in Verbindung gebracht und auch Luca di Montezomolo bestätigte einmal mehr, dass er zu Vettel nicht 'Nein' sagen würde. Vettel sei jung, bodenständig und habe einen unbändigen Siegeswillen.

"Wenn Fernando heute entscheidet, dass er geht und mit seiner Freundin auf Hawaii bleibt, würde ich Vettel holen. Er ist eine Alternative für Ferrari", verriet Montezemolo beim traditionellen Saisonrückblick in Italien. Die Fahrerpaarung Alonso/Vettel kommt für ihn aber nicht in Frage. "Alonso und Vettel in einem Team? Das ist schwierig", meinte der Ferrari-Präsident und fügte hinzu: "Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten."

Die Fahrerpaarung Alonso/Vettel würde seiner Meinung nach genauso schief gehen wie die Paarung Alonso/Hamilton bei McLaren schief gegangen ist. Gerade weil sich alle drei Fahrer auf einer Stufe befinden. "Es gibt im Moment drei Fahrer in der Formel 1 mit herausragenden Fähigkeiten: Alonso, Vettel und Hamilton. Sie sind den anderen in puncto Intelligenz, Speed und technischem Verständnis einfach überlegen", so Montezemolo.

Nichtsdestotrotz würde er Vettel stets den Vorzug vor Hamilton geben. "Vettel ist jünger als Hamilton und daher eine Alternative für Ferrari. Und weil Ferrari für Hamilton nach McLaren und Mercedes das dritte Team wäre. Wenn du mal beim dritten Team angelangt bist, geht deine Karriere schon in ihre zweite Halbzeit", erklärte der Italiener.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Luca di Montezemolos Weihnachtsreden sind legendär. Jedes Jahr packt er altbekannte Themen aus - vom dritten Auto bis zu seinen politischen Ambitionen. Da darf der mittlerweile als Klassiker anzusehende "Vettel zu Ferrari"-Spruch nicht fehlen. Immerhin hat er richtig hinzugefügt: Gemeinsam mit Alonso wird es das nicht geben. Ein bisschen Psychospielchen unter dem Christbaum dürfen es dann aber doch sein. Red Bull mag den Titel gewonnen haben, dafür gibt es als Geschenk aus Maranello zum wiederholten Mal die Vettel-Ferrari-Leier - und darauf wird in der Weihnachts-Newsdürre sicher jeder anspringen. (Stephan Heublein)

Kerstin Hasenbichler, 20.12.2012

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