Latvala dämpft Erfolgserwartungen - Eine Rallye ist immer eine andere Geschichte

Jari-Matti Latvala geht nach zahlreichen Testfahrten mit VW optimistisch in das kommende Jahr, will sich selbst aber nicht unter Erfolgsdruck setzen.

Für Jari-Matti Latvala beginnt ab der kommenden Saison eine neue Zeitrechnung. Erstmals in seiner Karriere wird er in der WRC nicht mit einem Ford am Start der Prüfungen stehen, sondern mit dem Volkswagen Polo R WRC Gas geben. Gleich die zweite Rallye, die er mit dem weiß-blauen Renner anfahren wird, hat eine mehr als besondere Bedeutung für den Finnen, denn 2008 holte er in Schweden seinen ersten Sieg in der Rallye-WM.

Diesen Triumph konnte er 2012 wiederholen, doch mit dem Triple im Jahr 2013 rechnet Latvala nicht. "Ich liebe das Fahren auf Schnee und habe Schweden immer genossen", erklärte der VW-Pilot. "Ich hoffe, in Schweden um einen Podestplatz kämpfen zu können - das wäre fantastisch - aber ich muss realistisch bleiben und wir dürfen uns selbst nicht zu sehr unter Druck setzen."

Begründet liegen Latvalas Zweifel in der Tatsache, dass Schweden für VW erst die zweite Rallye sein wird. Im Anfangsstadium ist weder klar, wie schnell der Polo sein wird, noch ist auszuschließen, dass er sich anfällig für Defekte zeigt. "Du kannst tausende Kilometer testen, du kannst sehr schnell sein, aber wenn es darum geht, eine Rallye zu bestreiten, ist das wieder eine ganz andere Geschichte", mahnte der Finne.

Marion Rott, 20.12.2012

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