Marussia: Mittelfeld ist das Ziel - Mittels KERS die Lücke eliminieren

Marussia-Boss Graeme Lowdon erwartet, dass der Rennstall in der kommenden Saison den Abstand zum Mittelfeld eliminiert.

Ein stabiles Reglement und KERS - diese zwei Zutaten sollen ausreichend sein, damit Marussia 2013 den Sprung ins Mittelfeld schafft. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir die Lücke schließen können", sagte Graeme Lowdon. Zwar ist ihm bewusst, dass sich alle Teams über den Winter verbessern werden, doch gerade ein allzu großer Sprung sei bei vielen Teams nicht mehr möglich.

"Das Gesetz der Physik besagt ganz klar, dass die Luft nach oben hin dünner wird, daher sind keine riesigen Sprünge mehr möglich. Fakt ist, dass wir ins Mittelfeld wollen und ich bin ganz ehrlich der Meinung, dass wir das schaffen", erklärte Lowdon. In der abgelaufenen Saison landete Marussia auf Rang elf der Konstrukteurswertung, knapp geschlagen von Caterham.

"Wir waren nahe dran ein Team zu schlagen, das über KERS verfügt. 2013 werden wir das System auch haben und hoffentlich einige Leute überraschen", sagte Lowdon und fieberte bereits dem Saisonstart entgegen. "Ich kann Melbourne kaum nicht erwarten."

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Fakt ist, dass Timo Glock und Charles Pic gegen Caterham mit stupfen Waffen kämpften. Mit KERS könnte es Marussia durchaus gelingen, den direkten Konkurrenten in der Konstrukteurswertung hinter sich zu lassen, doch Caterham zu schlagen, bedeutet nicht im Mittelfeld zu kämpfen. Lowdon sollte lieber kleinere Brötchen backen, sonst könnte er bald wie Rubens Barrichello klingen, der jedes Jahr vom WM-Titel sprach - und jedes Jahr kläglich scheiterte. (Kerstin Hasenbichler)

Kerstin Hasenbichler, 14.12.2012

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