Alonso: Ferrari hat richtig gehandelt - Gladiator und Samurai

Fernando Alonso verteidigte das Vorgehen Ferraris gegen Sebastian Vettel in der Flaggen-Causa, ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen.

Fernando Alonso musste sich in der abgelaufenen Saison Sebastian Vettel geschlagen geben, doch Ferrari wollte dies nicht so recht wahrhaben und forderte von der FIA eine Klarstellung. Die Scuderia hatte ja bekanntlich vermutet, dass Vettel in Brasilien unter gelben Flaggen überholt hatte, was den Heppenheimer den Titel hätte kosten können. Alonso verteidigte nun die Entscheidung seitens Ferraris, diesbezüglich nicht locker zu lassen.

"Es gab so viele Videoclips im Internet und wir wussten, dass unsere Fans eine Erklärung wollten. Daher war es von Ferrari richtig, sich an die FIA zu wenden, um eine Klarstellung zu verlangen", sagte Alonso. Diese Klarstellung habe man nun erhalten, weswegen sich die Dinge mittlerweile auch wieder beruhigt hätten, fügte er an.

Zwar betonte der Ferrari-Pilot, dass ihn der Rummel der letzten Tage nicht sonderlich beschäftigt hätte, aber man sei es den Fans einfach schuldig gewesen, in der Causa nachzuhaken. "Offen gesagt interessiert es mich nicht so, wie die Meinung über mich in Deutschland oder sonst wo ist", stellte Alonso klar. "Was ich weiß, ist, dass mich Leute auf der Straße sehen und mich umarmen und mich Gladiator oder Samurai nennen", war er von seiner vor allem über Twitter betriebenen Außendarstellung der letzten Wochen überzeugt. "Mir bedeutet es etwas, dass es in der Ferrari-Familie 1.200 Mitglieder gibt, die mir Standing Ovations beim Dinner geben."

Der Beste zu sein als das große Ziel

Alonso sagte, dass er nun viel mehr Respekt verspüren würde als noch zu Renault-Zeiten, obwohl er 2005 und 2006 mit den Franzosen seine bis dato einzigen Titel gewann. "Um einer der Größten in der Formel 1 zu sein, ist es nicht genug Titel zu gewinnen, man muss auch Saisons wie die gerade zu Ende gegangenen bestreiten", wusste der Asturier und legte nach: "Ich habe zwar nicht so viele Titel wie Fangio oder Schumacher, aber bin einer der Besten."

Laut dem Spanier ginge es nicht so sehr um die Anzahl der Titel, sondern es würden auch einige andere Dinge eine Rolle spielen, um den besten Piloten zu bestimmen. "Senna gewann drei und wird als Bester bezeichnet, obwohl andere mehr haben", betonte er. "Wenn ich zurücktrete, werde ich die Titel haben, die ich habe und hoffe, als Bester gesehen zu werden."

Philipp Schajer, 03.12.2012

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