Marko: Ferrari 2013 einziger Konkurrent - McLaren durch Hamilton-Abgang geschwächt

Dr. Helmut Marko blickte im Rahmen des Showruns in Graz auf die abgelaufene Saison, Stärken des Teams und das anstehende Jahr.

Die Saison 2012 ist gerade erst Geschichte, dennoch bereitet sich Red Bull hinter den Kulissen bereits fleißig auf das neue F1-Jahr vor. Dr. Helmut Marko sieht 2013 vor allem einen großen Gegner: Ferrari. McLaren schätzt er nach dem Abgang von Lewis Hamilton nicht so stark ein. "McLaren hat sich massiv geschwächt", meinte Marko. Auch das neue Personal bei Mercedes veranlasst den Österreicher nicht dazu, diese auf der Rechnung zu haben: "Ich sehe trotz Niki Lauda nicht die Möglichkeit, dass Mercedes um die WM mitfährt. Bleibt damit nur Ferrari."

Spannend wird es dann ab 2014, wenn die Karten durch das neue Reglement neu gemischt werden. "Es gibt ein neues Motorenreglement und ein neues Chassis-Reglement. Dank stärkerem KERS haben wir wahrscheinlich die gleiche Leistung bei mindestens 30 bis 35 Prozent weniger Benzinverbrauch", erklärte Marko. Da der Einschnitt bei den Motoren gravierend sein wird, überlässt Red Bull nichts dem Zufall und befindet sich derzeit in regem Kontakt mit seinen Motorenpartnern. "Wir sind mit Renault und Infiniti in sehr engen Gesprächen und führen diese Gespräche auch sehr druckvoll, damit wir von dieser Seite das Optimum bekommen", verriet Marko.

Zumindest kann Red Bull in den kommenden Jahren auf das teaminterne Erfolgsrezept setzen. "Man kennt die Schwächen, man kennt die Stärken, man verlässt sich aufeinander. Man hat eine Einheit gebildet", meinte Marko. Dass man beim Saisonfinale in Brasilien einen Boxenstopp verpatzt hat, führte er auf den ausgefallenen Boxenfunk zurück und bekräftigte zugleich, dass man mit dem Team schon nahe am Optimum sei.

Christian Menath, 01.12.2012

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