Audi lässt Nachwuchsfahrer ans Steuer - Noch keine Entscheidung zum Fahrerkader

Audi gibt acht Nachwuchsfahrern die Chance, einen DTM-Boliden zu testen. Der Fahrerkader für 2013 steht noch nicht, soll jedoch im Dezember genannt werden.

Wie Audi auf Anfrage von Motorsport-Magazin.com bestätigte, werden die Ingolstädter einige Nachwuchsfahrer sichten. So dürfen Nico Müller, Johan Kristoffersson, Carlos Sainz Jr., Andrea Sonvico, William Buller, Tom Blomqvist, James Rossiter und Miki Monras in Monteblanco ins Lenkrad eines Audi A4 DTM greifen. Unterstützt werden sie dabei von den Audi-Piloten Miguel Molina und Filipe Albuquerque. Des Weiteren erklärte Audi, dass der Fahrerkader für die Saison 2013 noch nicht feststehe. Dieser soll, entweder zum Teil oder als Ganzes, am 19. Dezember im Rahmen des Audi Sport Finales bekannt gegeben werden.

Nico Müller: Der 20-jährige Schweizer startete 2012 in der Formel Renault 3.5, in der er einen Podestplatz feierte und Gesamtneunter wurde. Davor trat Müller zwei Jahre in der GP3 an, die er 2010 als Gesamtdritter abschloss. Insgesamt feierte er drei Siege in der GP3 in Valencia, Budapest und Silversone.

Johan Kristoffersson: Wie Landsmann Mattias Ekström startete auch Kristoffersson in der Scandinavian Touring Car Championship, die er in dieser Saison gewann. Insgesamt feierte der Schwede in dieser Saison drei Titel, denn zeitgleich wurde er auch Meister im skandinavischen Porsche Carrera Cup und in der Superstars Series, die er als Audi-Werkspilot bestritt.

Carlos Sainz Jr.: Der Sohn von Rallye-Legende Carlos Sainz ging 2012 in der Britischen Formel 3 und der Formel-3-EuroSerie an den Start. In ersterer feierte er vier Siege und beendete die Saison als Gesamtsechster. In der F3EuroSerie sammelte der Red Bull Junior Team Pilot 112 Punkte und war damit am Ende Gesamtneunter. Zudem absolvierte der Spanier einen GP3-Test für Lotus.

Andrea Sonvico: Der Italiener, der den Audi R8 GT als Lieblingsfahrzeug nennt und Dindo Capello als seinen Lieblingsfahrer bezeichnet, fuhr 2012 in der italienischen GT-Meisterschaft.

William Buller: Der Brite fuhr 2012 sowohl in der GP3-Serie, die er mit einem Sieg auf dem Konto auf Platz 15 abschloss, als auch der Formel-3-EuroSerie. Zuvor ging er zwei Jahre lang in der britischen Formel 3 an den Start.

Tom Blomqvist: Mit Tom Blomqvist darf ein weiterer Nachkomme eines bekannten Rallyepiloten einen DTM-Boliden pilotieren. Stig Blomqvist wurde 1984 auf dem Audi quattro Rallyeweltmeister und im Jahr darauf Vizechampion. Der Filius arbeitete sich vom Kartsport, über die schwedische Formel Renault, die NEZ Formel Renault und als jüngster Meister der britischen Formel Renault in die deutsche Formel 3 vor. Auch in der F3-EuroSerie und britischen F3 ging Blomqvist, der seit 2010 mit britischer statt mit schwedischer Rennlizenz fährt, an den Start. Er ist seit Anfang des Jahres Teil des Förderprogramms von McLaren.

James Rossiter: Der Brite war mehrmals als Formel-1-Testpilot im Einsatz. 2005 und 2006 testete er für Honda, 2007 und 2008 durfte er im Boliden von Super Aguri Platz nehmen. In den letzten beiden Jahren war der 29-Jährige auf der Langstrecke unterwegs und startete unter anderem bei den 24 Stunden von Le Mans, in der American Le Mans Series und der FIA World Endurance Championship.

Miki Monras: Der Spanier Miquel "Miki" Monras Albanell startete in der Formel Renault 2.0 Euro und Formel Renault 2.0 WEC sowie in der Formel 2. 2010 fuhr er für MW Arden in der GP3 zwei Podiumsergebnisse ein. Des Weiteren findet sich aus diesem Jahr ein GP3-Test für Atech CRS GP in seiner Vita.

Annika Kläsener, 29.11.2012

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