Kawasaki fand in Jerez ein paar Geheimnisse - Sykes und Baz steigerten sich

Nach Abschluss der Testfahrten in Jerez waren Tom Sykes und Loris Baz in bester Stimmung. Sie sahen sich gut für 2013 vorbereitet.

Am Mittwoch ging für Kawasaki in Jerez der letzte Test vor der Winterpause zu Ende und Fahrer wie Team glaubten, dabei einige Fortschritte gemacht zu haben. Superbike Vize-Weltmeister Tom Sykes sprach sogar davon, dass er auf der für ihn recht neuen Strecke einige Geheimnisse aufgedeckt hatte. Vor dieser Woche war der Brite lediglich ein paar Runden im Nassen in Jerez gefahren, kannte die Strecke also noch nicht so gut. Mit einer Zeit von 1:40.4 war er am letzten Tag hinter Eugene Laverty Zweitschnellster und hatte eine gute Rennpace gezeigt.

"Der Tag heute war sehr produktiv und ich fuhr 89 Runden, was in etwa vier Renndistanzen entspricht", meinte Sykes. Für ihn war die Arbeitsrichtung bei Kawasaki nach dem Test klar, da er trotz der Notwendigkeit, die Strecke besser kennenlernen zu müssen, viele Informationen aus den drei Tagen ziehen konnte. "Am Montag war mein erster trockener Tag in Jerez, da ich vorher nur zehn trockene Runden geschafft habe. Ich finde immer noch die kleinen Geheimnisse, also bin ich glücklich, denn viele andere Fahrer waren vorher schon oft hier - vor allem die ehemaligen GP-Piloten", sagte er.

Keine Qualifying-Runde

Seine Zeiten fand Sykes ziemlich gut, vor allem weil er sie mit einem Rennreifen gefahren war. Auf einen Einsatz der Qualifying-Reifen verzichtete er, weil die Sonne bereits zu tief stand, als die Zeit dafür gekommen war. "Letztendlich ist das nur ein Test und es war eine gute Erfahrung. Wir haben ein paar gute Runden gefahren, waren schnell und konstant und wir haben an verschiedenen Abstimmungen der Maschine gearbeitet", berichtete Sykes.

Sein 19-jähriger Teamkollege Loris Baz beendete den Test ebenfalls in guter Stimmung. In 1:41.4 Minuten war er auf einem Rennreifen bei seiner schnellsten Runde zwar rund eine Sekunde langsamer gewesen als Sykes, doch diese Zeit hatte er gleich am Morgen gefahren. Danach ging es an eine Rennsimulation, bei der er eine ordentliche Pace hinlegte. "Ich hatte am letzten Tag zwei kleine Stürze, das war aber, als ich neue Teile an der Maschine ausprobierte. Manchmal ist das eben Teil des Jobs. Das hier ist eine neue Strecke für mich gewesen. Insgesamt sind die Wintertests bisher gut gelaufen. Vor dem letzten Rennen 2012 war ich vielleicht 1,5 Sekunden hinter Tom, aber jetzt ist es eher eine halbe Sekunde bis eine Sekunde, wir haben also stark zugelegt", sagte Baz.

Falko Schoklitsch, 29.11.2012

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