Rosberg: Keine Chance nach Reifenschaden - Kein versöhnlicher Abschluss

Nico Rosberg blieb auch beim WM-Finale ohne Punkte. Für den Mercedes-Pilot war es die sechste Nullrunde in Folge.

Für Nico Rosberg war Brasilien am Ende keine Reise wert. Während Michael Schumacher bei seinem letzten Grand Prix immerhin noch ein paar Punkte holte und die fünf Rennen andauernde Durststrecke von Mercedes doch noch beenden konnte, kam Nico Rosberg in Sao Paulo nicht über den 15. Platz hinaus und blieb damit auch im sechsten Rennen in Folge ohne Top-10-Ergebnis.

"Das war eindeutig das längste Rennen meines Lebens! Mein Start war recht gut und ich fuhr in den Top-Acht. Nach meinem Reifenschaden war jedoch der Unterboden an meinem Auto beschädigt und ich verlor viel Performance", klagte der Deutsche. Mit dem lädierten Auto war eine Aufholjagd unmöglich. Immerhin blickt Rosberg schon jetzt positiv in die Zukunft: "Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr und die Chance, wieder angreifen zu können."

Highlight für die Zuschauer

Immerhin, und das erkannte auch Rosberg im Mittelfeld, war das WM-Finale für die Zuschauer ein echtes Highlight. "Das Rennen muss für die Fans hier in Interlagos und zuhause vor den Fernsehbildschirmen fantastisch anzusehen gewesen sein und ich hoffe, dass sie es sehr genossen haben", so Rosberg, der auch gleich noch Glückwünsche in Richtung des alten und neuen Weltmeisters schickte: "Glückwunsch an Sebastian Vettel zum Gewinn der Weltmeisterschaft - er hat es absolut verdient."

Verursacht wurde der Reifenschaden bei Rosberg, genau wie der bei Schumacher, durch Trümmerteile auf der Strecke, wie Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug nach dem Rennen betonte. "Beide Autos wurden durch die defekten Reifen am Unterboden beschädigt, was Abtrieb und Rundenzeiten beeinflusste und Nicos Auto litt noch mehr als Michaels", sagte Haug.

Immerhin konnte der siebenfache Weltmeister zum Abschied noch einmal für Freude bei Haug sorgen. "Michael nutzte bei seinem letzten Grand Prix die Möglichkeiten auf der schwierigen, feuchten und nassen Piste trotzdem in beeindruckender Art und kämpfte sich bis auf den siebten Platz nach vorne. Es ist schön, dass Michael bei seinem letzten Formel 1-Rennen trotz aller Handicaps in die Punkteränge fuhr."

Fabian Schneider, 25.11.2012

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