Hülkenberg: Erinnerungen an Sensations-Pole - Die Pace passt

Nico Hülkenberg nimmt sein letztes Rennen für Force India von Startplatz sechs in Angriff. Er sieht sich für jegliche Witterungsbedingungen gut aufgestellt.

Für die Pole Position reichte es diesmal zwar nicht, doch nach Platz sieben im Qualifying fühlte sich Nico Hülkenberg zumindest ein wenig an seine Brasilien-Sensation von 2010 erinnert. "Das war ein unterhaltsames Qualifying und mit dem kurz vor Beginn des Qualifyings einsetzenden Regen dachte ich an 2010", so Hülkenberg, der wegen Pastor Maldonados Strafversetzung auf den sechsten Platz nach vorne rutscht. "Die Strecke trocknete recht schnell ab und das Auto fühlte sich gut an - zwischen dem letzten Training und dem Qualifying haben wir uns definitiv verbessert."

Während die Force-India-Crew an Hülkenbergs Auto noch einmal Hand anlegte, war Teamkollege Paul di Resta mit dem Setup seines Boliden nach dem 3. Training zufrieden. Am Ende reichte es aber nur zu Platz elf, denn der einsetzende Regen erschwerte seine Aufgabe. "Während des Qualifyings lief es nicht mehr so gut, wahrscheinlich wegen des Regenschauers und ich fühlte mich nicht mehr so wohl", sagte der Schotte. In Q2 geriet er auf seiner schnellen Runde auch noch in den Verkehr und wurde etwas von Kamui Kobayashi aufgehalten.

Di Resta versuchte sich zwar noch an einer weiteren schnellen Runde, doch die Reifen waren bereits über ihrem Zenit. "Ich denke, dass wir uns mit P11 in einer ordentlichen Ausgangsposition befinden", meinte er. "Wir haben freie Reifenwahl, aber natürlich hängt es vom Wetter ab." Am Rennsonntag besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Saison im Nassen endet. Hülkenberg sah sich für seinen letzten Grand Prix für Force India gut aufgestellt, bevor er nächstes Jahr für Sauber an den Start geht.

"Wir sind für morgen in guter Verfassung", glaubte Hülkenberg. "Ich habe ein ziemlich neutrales Setup gewählt und so können wir uns nach den herrschenden Witterungsbedingungen richten. Es ist hier immer ein hartes und körperlich anstrengendes Rennen. Um uns herum befinden sich ein paar schnelle Autos, aber wir sollten die Pace für ein starkes Rennen haben." Laut dem stellvertretenden Teamchef Robert Fernley spiegele Hülkenbergs siebter Platz die aktuelle Stärke des Teams wieder.

Robert Seiwert, 24.11.2012

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