Petrov: Probleme mit den harten Reifen - Zwei bis drei Stopps wahrscheinlich

Caterham spulte am Freitag das Routine-Programm in Brasilien ab und war mit der Ausbeute zufrieden, wenngleich Vitaly Petrov noch mit den harten Reifen kämpfte.

Am letzten Freitag der Formel-1-Saison 2012 wollte Caterham es nochmals wissen und spulte insgesamt 143 Runden auf dem Autodromo Jose Carlos Pace ab. Die schnellste Zeit gelang dabei Vitaly Petrov, der am Nachmittag den Kurs in 1:16,126 Minuten umrundete und sich auf den 19. Gesamtrang schob. "Ich denke, wir konnten ziemlich gute Fortschritte in beiden Sessions machen und ich bin recht zufrieden damit, wo wir gelandet sind", sagte der Russe.

Am Vormittag lag der Fokus zunächst auf dem Test der neuen Reifen für 2013 und Caterham versuchte verschiedene Aerodynamik-Konfigurationen. Das war laut Petrov sehr wichtig, um für das Wochenende und möglicherweise schlechtes Wetter mehrere Möglichkeiten offen zu haben. Am Nachmittag konzentrierte sich der Russe auf die Verbesserung seines Setups, die Reifen funktionierten aber noch nicht problemfrei. "Wir haben mehr damit zu tun, das Beste aus der harten der beiden Mischungen herauszubekommen, aber das Auto fühlte sich recht gut auf der weicheren an", schilderte der Caterham-Pilot, der in dieser Hinsicht noch mit Verbesserungen rechnet.

Reifenabbau deutlich größer als in Austin

In seinen Augen stellte sich aber ab der ersten Runde heraus, dass das Thema Reifenabbau deutlich mehr im Fokus stehen würde, als das noch in Austin der Fall war. "Wenn es am Sonntag hier trocken sein sollte, sind zwei oder drei Stopps hier deutlich wahrscheinlicher", mutmaßte Petrov.

Heikki Kovalainen konnte nur am Nachmittag ins Geschehen eingreifen und war daher erpicht darauf, so viele Runden wie möglich zu absolvieren. In seinen 42 Umrundungen des Kurses arbeitete der Finne wie gewöhnlich an Setup, Reifen und unterschiedlichen Spritmengen. "Es ist eine kürzere Runde als auf einer Menge anderer Kurse, aber unsere Zeiten sahen im Vergleich zu den Autos rund um uns relativ okay aus", zog der Caterham-Pilot ein positives Fazit.

Giedo van der Garde durfte am Vormittag im Caterham Platz nehmen und genoss seine Chance. "Die Strecke ist großartig", machte der Testfahrer deutlich. Besonders gefielen ihm die Runs auf den Entwicklungsreifen von Pirelli von 2013. "Es ist gut zu wissen, dass ich dem Team heute helfen konnte, sich durch eine Menge Arbeit zu kämpfen, die für das Wochenende wirklich entscheidend sein wird."

Marion Rott, 23.11.2012

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