Porsche in Shanghai: Zweimal Podium - Erfolg für Amateurfahrer-Gespann

Das Felbermayr-Proton-Team konnte in China keinen Sieg einfahren. Marc Lieb und Richard Lietz schafften es nach anfänglicher Führung nur auf Rang zwei.

Die Premierensaison der World Endurance Championship (WEC) endete für die Porsche-Piloten mit einem doppelten Podium. Beim Sechs-Stunden-Rennen auf dem Shanghai International Circuit belegten die Porsche-Werksfahrer Marc Lieb und Richard Lietz mit dem vom Team Felbermayr-Proton eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR den zweiten Platz in der Klasse GTE Pro. Ebenfalls als Zweite kamen in der Klasse GTE Am Christian Ried und seine italienischen Teamkollegen Paolo Ruberti und Gianluca Roda mit dem 911 GT3 RSR aus dem Vorjahr ins Ziel. Damit sicherten sie Felbermayr-Proton den Vizetitel in der FIA-Endurance-Trophäe. "Das war kein einfaches Rennen für uns. Mit dem zweiten Platz können wir zufrieden sein. Das war das Maximum, das heute für uns möglich war", sagte Richard Lietz. Marc Lieb fügte hinzu: "Wir haben von vornherein gewusst, dass diese Strecke mit ihren langgezogenen Kurven unserem Auto nicht gerade entgegen kommt. Die Schlussphase des Rennens war jedoch sehr gut für uns. Da konnten wir zeigen, wie schnell unser Auto ist, wenn die Asphalttemperaturen nicht zu hoch sind. Es war eine sehr interessante Saison. Auf so vielen anspruchsvollen Strecken in verschiedenen Ländern und Kontinenten zu fahren, war für uns alle eine tolle Erfahrung. Wenn wir in Le Mans nicht leer ausgegangen wären, hätten wir sicherlich um den Titel kämpfen können."

Le-Mans-Misserfolg könnte Titel gekostet haben

Am Morgen vor dem Start des letzten Saisonrennens der neuen Langstreckenweltmeisterschaft hing eine Dunstglocke über Shanghai. Das Aufwärmtraining auf der in einem Außenbezirk der chinesischen Millionenstadt gelegenen Grand-Prix-Strecke musste wegen schlechter Sichtverhältnisse ausfallen. Doch im Rennen behielten die Porsche-Piloten den Durchblick. Richard Lietz hatte einen hervorragenden Start: Gleich in der ersten Kurve setzte er sich an die Spitze des GT-Feldes und behauptete in der Anfangsphase des Rennens lange die Führung. Über die Distanz reichte es mit dem 911 GT3 RSR aber nicht zum dritten Saisonsieg für die Porsche-Werksfahrer, die zuvor die Läufe in Spa-Francorchamps und Oyama am Fuji gewonnen haben. Mit konstant starken Leistungen sicherten sie sich in den acht Rennen des Jahres zwei Polepositionen und schafften sechsmal den Sprung aufs Podium. Noch öfter kamen Christian Ried, Paolo Ruberti und Gianluca Roda in dieser Saison unter den ersten Drei ins Ziel. Nur in einem Rennen verfehlten sie das Podium. Sie feierten drei Saisonsiege - beim Zwölf-Stunden-Klassiker in Sebring, in São Paulo und in der Wüste von Bahrain. Beim Rennen in Shanghai startete Paolo Ruberti von der Pole und behauptete mit seinen Teamkollegen im Vorjahreselfer von Felbermayr-Proton über weite Strecken die Führung in seiner Klasse. Am Ende des Rennens, in dem es nicht eine Gelbphase gab, mussten sie sich dann allerdings mit dem zweiten Platz begnügen. Mit dem Saisonverlauf ist Teameigner Christian Ried zufrieden. "Wir haben als Team einige tolle Rennen gezeigt", erklärte er. "Etwas mehr Glück in Le Mans, und für uns wäre in Sachen Meisterschaft noch mehr drin gewesen."
, 28.10.2012

© adrivo Sportpresse GmbH - http://www.motorsport-magazin.com