Vettel: Kann er Schumacher übertrumpfen? - Stärkere Gegenwehr als Schumacher

Timo Glock und Bernie Ecclestone sehen keinen Grund, warum Sebastian Vettel nicht Michael Schumachers großartige F1-Bilanz überbieten sollte.

Für viele Fans, Experten und auch Fahrer ist bereits klar: Sebastian Vettel setzt sich wieder einmal in der Weltmeisterschaft durch und gewinnt seinen dritten Titel in Folge. Der Red Bull ist wieder das stärkste Auto im Feld und Vettel agiert derzeit so souverän wie bereits vergangene Saison. Siegt der Heppenheimer auch in Indien, wäre es sein vierter Erfolg nacheinander. Auf der Welle des Triumphes wird der 25-Jährige bereits mit dem erfolgreichsten Fahrer der Formel-1-Geschichte verglichen. Manche glauben sogar: Vettel kann Schumacher übertrumpfen.

"Vettel ist nahe am Hattrick dran und er besitzt all die Fähigkeiten, in seiner Karriere sieben oder mehr Titel zu holen", glaubt etwa Timo Glock. Aktuell hat Vettel 25 Siege auf dem Konto und ist der bis dato siebterfolgreichste Starter in der F1. Schumacher führt die Bestenliste mit 91 GP-Siegen vor Alain Prost (51 Siege) und Ayrton Senna (41) an. Nur Nigel Mansell (31), Fernando Alonso (30) und Jackie Stewart (27) liegen noch vor ihm. "Vettel ist talentiert, fokussiert und sieghungrig", so Glock. "Bei seiner Form gibt es keinen Grund, warum er nicht Schumacher einholen oder überholen kann."

Bernie Ecclestone, seit Jahren Vettel-Fan, kann sich Ähnliches ebenfalls vorstellen. "Ich sehe keinen Grund, warum Seb nicht das gleiche erreichen sollte, was Michael Schumacher in diesem Sport geschafft hat", sagte der F1-Boss. Vettel habe bislang das Maximum aus seinen Möglichkeiten herausgeholt. "Und Seb hat viel stärkere Gegenwehr als es bei Michael der Fall war", glaubt Ecclestone.

Und was sagt der Rekordchampion selbst? "Sebastian zeigt eine erstklassige und starke Leistung", bestätigte Michael Schumacher. "Lässt sich das vergleichen? Ich weiß es nicht. Man muss jedes Kapitel für sich selbst betrachten, in diesem Kapitel gibt Vettel alles."

Robert Seiwert, 27.10.2012

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