Wilson setzt auch in Zukunft auf Youngsters - Eine aufregende Zeit

Malcolm Wilson will sich vom werksseitigen Ausstieg Fords nicht aus dem Konzept bringen lassen und will weiterhin auf junge Fahrer setzen.

Malcolm Wilson, Teamchef von M-Sport, musste in diesem Monat nicht nur den werksseitigen Ausstieg von Ford verkraften, sondern auch den Abschied von Jari-Matti Latvala. "Wir wollten Jari-Matti definitiv nicht verlieren und wenn er einen guten, langfristigen Plan [bei uns] gesehen hätte, dann hätten wir ihn sicherlich halten können", war er überzeugt. "Ich kann seine Entscheidung vollkommen verstehen und ich wünsche ihm alles Gute, auch wenn ich hoffe, dass er nicht zu erfolgreich ist, wenn wir gegen ihn kämpfen."

Wilson versucht aus der Situation das Beste zu machen und setzt wie bereits in vergangenen Jahren auf junge Talente. "Wir befinden uns in einer aufregenden Phase mit vielen hochinteressanten Youngsters, die im Moment durchkommen und jeder weiß, dass ich keine Angst davor habe, zu pokern. Das habe ich über die Jahre hinweg immer wieder gemacht, etwa mit Francois Duval, Markko Martin, Mikko Hirvonen und Jari-Matti, die allesamt ihre Karriere bei uns begonnen haben", erläuterte er.

Potentielle Kandidaten als Ersatz für Latvala wären Evgeny Novikov, Ott Tanak und Mads Östberg, die bereits alle in Ford Fiesta RS WRCs unterwegs sind. Eines ist Wilson jedoch besonders wichtig. "Ich will einfach nur zu Rallyes kommen und wissen, dass wir nach wie vor eine Chance auf die Meisterschaft haben oder die Chance, Rallyes zu gewinnen, was uns jedes Jahr - abgesehen von 2005, als wir mit Ford die strategische Entscheidung getroffen haben, den Focus zu entwickeln und einen anderen Blick auf das Fahreraufgebot gerichtet haben - gelungen ist", so Wilson, der verkündete, derzeit auf der Suche nach Sponsoren für die kommende Saison zu sein.

Annika Kläsener, 26.10.2012

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