Britischer Suzuki-Pilot zieht Saisonfazit - Camier: Sind keine Lichtjahre entfernt

Nach einem durchwachsenen Start spielte Leon Camier zum Saisonende hin eine immer gewichtigere Rolle in der Superbike-Weltmeisterschaft.

Leon Camier wird auch in der kommenden Superbike-Saison für FIXI Crescent Suzuki an den Start gehen. Nach den erfolgreichen Tests in Aragon hat der Brite allerdings zunächst einmal eine Bilanz der vergangenen Serie gezogen. "Die Saison insgesamt war komisch für mich, aber sie ist mit einem sehr positiven Eindruck zu Ende gegangen und das ist gut für mich und das gesamte Team", sagte Camier, der in den ersten Rennen mit seiner Maschine zu kämpfen hatte.

"Aber ich wusste, dass die FIXI Crescent Suzuki GSX-R Potenzial hat, also habe ich nicht aufgegeben und bin weiter absolut am Maximum gefahren", so der Brite. Während die Maschine durch das gute Chassis ihre Vorteile in den Kurven ausspielen konnte, musste Camier auf den Geraden zurückstecken. Konstanz fehlte Suzuki auch im Qualifying. "Viele Male haben wir uns gut für die Superpole qualifiziert, aber dann wiederum waren wir nicht in der Lage in die Superpole 3 zu kommen, was uns die Chance gegeben hätte vom Start weg an vorderster Front und damit von Anfang an im Kampf zu sein. Und als ich dann in der Position war mit den Jungs an der Spitze zu kämpfen, war das Rennen zu Ende", sagte Camier und stellte die intensive Arbeit seines Teams in den Mittelpunkt.

Seit dem Rennen in Brünn hätte man gemeinsam erste Früchte dafür geerntet. "Die Jungs von Motec haben die Elektronik verbessert und wir haben viel mit Yoshimura an den Motoren gearbeitet, um mehr Antrieb zu bekommen und dem Bike in der Kurvenausfahrt mehr Dampf zu geben und bald war ich in der Lage mit den Führenden zu fahren. Statt Biaggi und Co. nur aus der Ferne zu sehen, war der Brite mittendrin im Kampf um das Podium. "Die Maschine war zum Saisonende dank der harten Arbeit der Jungs bei FIXI Crescent Suzuki besser als je zuvor. Sie ist vielleicht nicht so stark wie die Top-Bikes, aber wir sind nicht Lichtjahre entfernt. Das Team hat mir gesagt, dass von der Maschine noch mehr kommen wird, und wenn dem so ist, freue ich mich darauf die nächste Saison auf einer viel stärkeren Basis zu beginnen und vom Start weg um das Podium zu kämpfen", zeigte sich der Brite zuversichtlich.

Eva Wagner, 23.10.2012

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