ADAC Rallye Masters - Scheidhammer betritt Neuland

Der Astra fährt sich wie ein Superski

Bei seiner Meisterschaftsteilname gibt es für den Niederbayern nur ein "Ganz oder gar nicht".

Motorsport-Magazin.com - Alois Scheidhammer hat in seinem Leben schon viele fahrbare Untersätze ausprobiert: auch auf zwei Rädern war der heute 45-Jährige schon sehr schnell unterwegs. Drei Jahre Motorradgeschicklichkeitsrennen reichten ihm nicht, danach kam eine erste Steigerung. Motorcross-Rennen begeisterten ihn nun für die nächsten sechs Jahre, dabei fuhr er beständig unter den Top 3 in der Jahreswertung der Niederbayernserie.

Mit der Zeit kam wieder der Wunsch nach etwas Neuem, es folgte der Umstieg auf vier Räder - wieder mit durchschlagendem Erfolg: Stockcar-Rennen hatte sich der sympathische Niederbayer nun auf die Fahnen geschrieben. Einmal deutscher Meister, viermal Vizemeister, so lautet das Ergebnis der nächsten ereignisreichen Jahre für Scheidhammer im Motorsport.

Doch wie konnte es anders sein, 1998 versuchte er sich erstmals auf der Rallyestrecke. Mit dem geliehenen Mazda 323 4WD eines Freundes probierte er das "Rallye fahren". Auch hier zeigte er wieder sein großes Talent dafür, schnell zu sein und sein Fahrzeug zu beherrschen.

Im Jahr 2005 gesellten sich seine Erfahrungen im Mitropa Cup zur Liste erfolgreicher "Versuche". Er gewann die Challenge bis 2 Liter Hubraum - vor Herman Gaßner und SandroWallenwein. Ein schöner Erfolg, der ihn noch heute begeistert und ein fröhliches Grinsen auf sein Gesicht zaubert.

Zwischenzeitlich tobte er sich immer wieder in der bayrischen und fränkischen Rallyemeisterschaft aus. Dazu hatte er mittlerweile bereits sein Auto gewechselt .Ein Subaru Impreza diente als Untersatz für die Asphaltrallyes. Und sein Opel Kadett war für ihn das ideale Sportgerät für die Einsätze im Schottercup, den er nach vielen vorderen Platzierungen im vergangenen Jahr endlich gewinnen konnte.

Sein neues Projekt steht nun schon bereit und wurde bei der Taunus Rallye erfolgreich getestet: Ein Opel Astra mit etwa 205 PS und rund 1300 kg Kampfgewicht. Dieses Jahr sollen die HJS Diesel Masters und die ADAC Rallye Masters in Angriff genommen werden.

Total begeistert zeigt sich Alois Scheidhammer von seinem neuen Boliden. "Das Auto fährt sich wie ein Superski. Wir werden bei der Oberland noch einmal testen fahren, und dann geht es auch schon los mit dem ersten Meisterschaftslauf bei der Saar Pfalz Rallye am 21.und 22. März. Im HJS Diesel Cup wird auf sehr hohem Niveau spannender Rallyesport geboten. Zudem herrscht hier eine große Waffengleichheit, das macht die Sache wahnsinnig spannend. Ich hoffe, am Jahresende unter den Top 3 zu sein."





ADAC Rallye Masters 2012
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