ADAC Rallye Masters - Von Thurn und Taxis jagt die Champions

Saisonstart von ADAC Rallye Masters und DRM

Gasteinsatz von Ex-ADAC GT Masters-Champion Albert von Thurn und Taxis. Highlight für die Fans: KÜS Special Stage mitten in St. Wendel.

Motorsport-Magazin.com - Drei ehemalige und amtierende Champions driften am Wochenende (3./4. März) mit einem Fürsten bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye, dem Auftakt von ADAC Rallye Masters und Deutscher Rallye Meisterschaft (DRM), um die Bestzeiten. Bei Saisonstart von Deutschlands Rallye-Topliga über zwölf Wertungsprüfungen rund um St. Wendel absolviert Ex-ADAC GT Masters-Champion Albert von Thurn und Taxis im Skoda Fabia R5 einen Gastauftritt. Der Fürst stellt sich dem amtierenden Champions Fabian Kreim / Frank Christian (Fränkisch-Crumbach / Oberhausen) im Fabia R5 von Skoda Auto Deutschland und seinen Vorgängern, Sandro Wallenwein (2011, Stuttgart) im Skoda Fabia R5 und Georg Berlandy (2013, Stromberg) im Peugeot 208 T16 R5. Mit den Vizemeistern aus dem Vorjahr, Christian Riedemann / Michael Wenzel (Sulingen / Mehlingen) im 208 T16 R5 vom Team Peugeot Deutschland Romo, und den letztjährigen Drittplatzierten, Dominik Dinkel / Christina Kohl (Rossach / Tiefenbach) im Skoda Fabia R5 lauern weitere Sieganwärter. Im ADAC Rallye Masters sind alle fünf Divisionen bestens besetzt und werden dem amtierenden Titelträger Herrmann Gaßner senior (Surheim) im Mitsubishi Lancer den dritten Sieg in Folge sicherlich nicht einfach machen.

Wer die Vergleiche der besten Rallye-Piloten Deutschlands nicht live vor Ort erleben kann hat dennoch die Möglichkeit, sich aktuell zu informieren. Der Fernsehsender n-tv zeigt immer am Sonntag direkt nach der Rallye das halbstündige Magazin ‚PS - Die Deutsche Rallye-Meisterschaft'. Die Berichterstattung über den Saisonauftakt wird am Sonntag, 05. März 2017, ab 07.30 Uhr ausgestrahlt. Die Wiederholung gibt es dann am 11.03.2017 ab 09.30 Uhr. Zudem kann das DRM-Magazin auch jederzeit in der n-tv Mediathek angeschaut werden. Die vollständigen Punktestände, News und Hintergrundinformationen zum ADAC Rallye Masters und der DRM gibt es unter www.adac.de/rallye-masters und www.adac.de/drm sowie im ADAC Rallye Hub (www.adac.de/rallyehub) im Internet.

Spannung pur: Neun R5-Boliden mit vielen siegfähigen Fahrern

"Vor fünf Jahren fuhr ich meine erste Rallye und jetzt stehe ich hier als Titelverteidiger der DRM. Realisiert habe ich das natürlich schon, aber irgendwie ist es immer noch wie ein toller Traum", formuliert Fabian Kreim. Die Titelverteidigung im Skoda Fabia R5 wird ihm nicht einfach gemacht: "Der aufsteigende Trend der DRM setzt sich fort. Neun R5-Boliden im Saarland und so viele davon mit siegfähigen Fahrern, das tut der Serie gut. Aber wir werden deshalb unsere Taktik anpassen müssen. Bei acht Läufen ohne Streichresultat musst du auch mal Punkte für den zweiten oder dritten Platz nach Hause fahren, wenn ein Sieg nur mit zu hohem Risiko möglich wäre."

Vize-Meister Riedemann will Kreim die Titelverteidigung nicht leicht machen. "Im zweiten Jahr wollen wir mit dem Team Peugeot Deutschland Romo natürlich den Titel holen, wir gehen mit einer ganz anderen Vorbereitung in die zweite Saison und ich kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht." Mit Dominik Dinkel gibt es mindestens einen weiteren Titelaspiranten. "Für Brose Motorsport den Titel zu holen das Ziel. Nach dem dritten Platz im Vorjahr kämpfen wir diesmal mit gleichen ‚Waffen' und starten ebenfalls in einem R5. Wir haben für dieses Ziel im Winter hart gearbeitet."

Die Verfolger lauern

Der Anwärter auf die Top-Platzierungen gibt es aber noch viele, darunter die Youngster des von Armin Schwarz betreuten DSK Junior Teams René Mandel (Sommerkahl) und der Österreicher Chris Brugger in ihren Ford Fiesta R5. Der 25-jährige Mandel hat als Autocross Europameister von 2014 zwar schon Titelerfahrung: "Im Rallye-Sport bin ich neu und möchte mich mit der deutschen Rallye-Elite messen. Das tolle Starterfeld spricht für die Qualität dieser DRM. Unser Ziel muss natürlich der Titel sein, das wird aber gegen die werksunterstützten Skoda und Peugeot sehr schwer. Ich möchte sehr schnell an deren Niveau herankommen und dann, wenn möglich, selbst die Messlatte legen." Als Gaststarter beim Auftakt dabei ist der Koreaner Chewon Lim in einem Hyundai i20 R5, der in seiner Heimat eine Rallye-Sichtung gegen 5.000 Mitbewerber gewann.

Spannendes Feld auch bei 2WD-Wertung

Nach einer spannenden Premierensaison verspricht auch das zweite Jahr der 2WD-Wertung spektakulären Sport. Einer der Titelfavoriten ist Carsten Mohe (Crottendorf) in seinem Renault Clio R3T. "Im letzten Jahr hatten wir das eine oder andere Problem, sind aber zum Saisonende wieder konkurrenzfähig zurückgekommen," erklärt der sächsische Routinier. "Ich ziehe den Hut vor dem ADAC und dieser Entwicklung der Meisterschaft. Es ist toll, dass es diesen 2WD-Titel gibt, der, wie es der amtierende Meister Philipp Knof jetzt bei seinen Einsätzen im Peugeot 207 S2000 beweist, auch die Türen zum Aufstieg in die Top-Klasse öffnen kann." Mitbewerber um den Titel gibt es reichlich, sie vertrauen alle auf einen Citroën DS3 R3T. Angeführt wird das Feld von Konstantin Keil (Niestetal), dem amtierenden Sieger der Division 5 im ADAC Rallye Masters, gefolgt von Melanie Schulz (Drackenstein) der letztjährigen Drittplatzierten in der 2W-Wertung. Dazu gehört auch der nordhessische Youngster Sebastian von Gartzen (Gießen) oder der Saarländer Uwe Gropp (Neunkirchen), der bereits fünf Mal die Euro Rally Trophee gewinnen konnte.

ADAC Rallye Masters: Alle jagen Hermann Gaßner

Mit vier Titeln und den beiden letzten in Folge ist Hermann Gaßner der erfolgreichste Pilot im ADAC Rallye Masters. Durch die Wertung in fünf leistungsgerecht aufgeteilten Divisionen wird ihm die Titelverteidigung nicht einfach gemacht, zumal auch in 'seiner' Division 2 starke Konkurrenz am Start ist. Peter Corazza (Oelsnitz) ist ein Urgestein in der DRM. Mit seinem Mitsubishi Lancer wechselt er nun aus der DRM in das ADAC Rallye Masters. "In der Division 1 hätten wir mit dem Lancer R4 gegen die große Anzahl der R5-Boliden keine Chancen mehr gehabt. Mit dem Wechsel in das ADAC Rallye Masters sind wir aber wieder konkurrenzfähig und können ganz vorne dabei sein. Zudem wird es sportlich dadurch wieder richtig spannend."


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