ADAC Rallye Masters - Gaßner-Familie dominiert

Vater und Sohn führen im ADAC Rallye Masters

Hermann Gaßner senior und Hermann Gaßner junior bleiben im ADAC Rallye Masters das Maß aller Dinge.

Motorsport-Magazin.com - Das ADAC Rallye Masters wird zur Familiensache im Hause Gaßner: Nach dem vierten Saisonlauf bei der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg (25. - 26. April 2014) führt Hermann Gaßner (Surheim) im Mitsubishi Lancer Evo X die Gesamtwertung vor seinem Sohn Hermann Gaßner junior in der leistungsstärkeren R4-Version des Lancer an. Vater Hermann Gaßner belegte gemeinsam mit Co-Pilot Harald Brock (Meinerzhagen) auf den zwölf Wertungsprüfungen (142,90 Kilometer) im Vogelsberg rund um Schlitz (Hessen) als schnellstes Team der Division 2 den vierten Gesamtrang. Der vierfache deutsche Rallye-Meister und amtierende Titelträger im ADAC Rallye Masters konnte mit den vollen Zählern für den Divisionssieg und den überraschend herausgefahrenen drei Zusatzpunkten für die Gesamt-Bestzeit auf der Power-Stage seine Führung ausbauen. Sieger der ADAC Hessen Rallye beim ‚Tanz auf dem Vulkan' war sein Sohn Hermann Junior mit Co-Pilotin Ursula Mayrhofer (Österreich), der mit den maximalen Punkten in der Division 1 und den beiden Zusatzzählern auf der Power-Stage ihre zweite Position in der Gesamtwertung des Masters festigten. Auf den folgenden Plätzen der Gesamtwertung rangieren die beiden Youngster des ADAC Opel Rallye Junior Teams. Marijan Griebel / Alex Rath (Hahnweiler / Trier) liegen im kleinen Opel Adam R2 auf dem dritten Platz vor ihren Teamkollegen Fabian Kreim / Josefine Beinke (Fränkisch-Crumbach / Bünde). Aktuelle News und Infos, alle Ergebnisse und Meisterschaftsstände gibt es unter www.adac.de/rallye-masters auch im Internet.

Vater und Sohn aus der schnellen Rallye-Familie hatten nach der vierten Runde des ADAC Rallye Masters gut lachen: Hermann Gaßner (senior) kann sich nach drei Divisionssiegen in Folge über eine perfekte Punkteausbeute freuen. Zudem hat er bislang bei jeder Rallye zusätzliche Power¬stage-Punkte gesammelt, die für die drei Gesamtschnellsten auf einer vorher definierten Prüfung vergeben werden. In Hessen war es die finale "Königsprüfung" Niederaula, die mit ihren 18,6 km auch die längste Strecke des gesamten Wochenendes war. Sie verlangte beim finalen Durchgang den Teilnehmern alles ab, nachdem einsetzender Regen die Piste kurz vor dem Start zur Rutschbahn machten. "Ich war selber überrascht", gestand der amtierende Champion im ADAC Rallye Masters nach dem Überraschungscoup, bei dem er auch schneller als alle leistungsstärkeren Gegner war. "Es war unglaublich rutschig. Ich habe versucht, nicht zu stark zu pushen - das war goldrichtig." So konnte er sich über die Maximalausbeute an Punkten freuen: 25 Zähler für den Divisionssieg und drei Zusatzpunkte, zudem landete er als bester Fahrer eines seriennahen Fahrzeugs bei der ADAC Hessen Rallye am Ende auf Platz vier: "Das Ergebnis freut mich natürlich wahnsinnig. Wenn es weiter so gut läuft bin ich sehr zufrieden." Auch der Gesamtsieger, sein Sohn Hermann Gaßner junior, gehörte zu den Gratulanten: "Schön für meinen Vater, dass er auf der Powerstage die Punkte geholt hat", freute er sich. Der Junior hatte auf der finalen WP nicht das familieninterne Duell um die schnellsten Zeiten im Kopf: "Mir ging es natürlich vor allem darum, den Sieg nach Hause zu bringen." Das gelang bestens: Mit seinem Sieg in der Division 1 und zwei Powerstage-Punkten festigte er den zweiten Gesamtrang im ADAC Rallye Masters.

Platz drei und vier für das ADAC Opel Rallye Junior Team

Für Jubel sorgte das Ergebnis des vierten Masters-Laufs im ADAC Opel Rallye Junior Team. Die beiden von der ADAC Stiftung Sport geförderten Junioren hatten in ihren Opel ADAC R2 erneut einen Doppelsieg in der stark besetzten Division 5 herausfahren können. Marijan Griebel (Hahnweiler) gelang mit Co-Pilot Alex Rath (Trier) dabei der Sprung in die Top-Ten der Gesamtwertung der ADAC Hessen Rallye. "Das war ein hartes Stück Arbeit", grinste Griebel nach der Rallye. "Gerade die letzten beiden WPs mit ihrem hohen Schotteranteil kamen unserem Auto gar nicht entgegen. Umso besser, dass es geklappt hat." Belohnt wurde die gute Leistung mit dem dritten Platz im Gesamtklassement des ADAC Rallye Masters, was Griebel jubeln ließ: "Super. Mit drei Top-Ten-Platzierungen in Folge bin ich hoch zufrieden. Jetzt gehen wir ein wenig testen, und dann hoffe ich, dass es beim nächsten Start ebenso gut klappt." Etwas weniger Glück hatte diesmal Teamkollege Fabian Kreim. Er hatte mit Co-Pilotin Josefine Beinke mit der Motorelektronik zu kämpfen. "Das Team hat das schließlich toll hinbekommen und abgestellt, aber das dauerte eben", berichtete er im Anschluss. So konnte er es diesmal nicht seinem Teamkollegen gleich tun und mit Zeiten glänzen, die im Bereich von Fahrzeugen aus weitaus stärkeren Klassen waren. Dennoch zog er am Ende ein positives Fazit: "Wir haben hier wieder enorm viel gelernt - und das war unser Plan." Zudem entschädigte auch ihn der Tabellenstand: "Dass wir im ADAC Rallye Masters auf Platz vier liegen, hätte ich nie gedacht. Das ist große Klasse. Wir sind bei den drei bisherigen Starts immer konstant gefahren und entweder Marijan oder ich haben jeweils die Division gewonnen - das ist der Schlüssel zum Erfolg."

Spannende Fights in Hessen

Das Geschehen bei der ADAC Hessen-Rallye Vogelsberg bot spannenden Rallyesport. An der Spitze waren es Mark Wallenwein (Skoda Fabia S2000) und Ruben Zeltner (Porsche 911), die sich mit Gaßner junior um den Gesamtsieg duellierten und am Ende auf den Plätzen zwei und drei landeten. In der Division 2 war Peter Corazza der Haupt-Gegner von Vater Gaßner: Der Sachse kam bei seinem zweiten Start nach langer Pause bestens mit seinem Evo-9-Lancer zurecht, doch für den Angriff auf den souveränen Divisions-Sieger war es ihm noch zu früh. "Ich lag vor den finalen Prüfungen 18 Sekunden hinter Hermann Gaßner. Auf die Schluss-Attacke habe ich deshalb verzichtet. Platz zwei in der Division passt auch, damit bin ich zufrieden. Es ist toll, nach der langen Pause zwei gute Ergebnisse in Folge eingefahren zu haben. Noch habe ich nicht das ganze Vertrauen ins Auto zurückgewonnen, in schnellen Ecken lupfe ich manchmal noch. Das muss ich mir abgewöhnen." In der Masters-Gesamtwertung konnte Corazza sich den sechsten Platz sichern. Er liegt damit nur einen Punkt hinter Mark Wallenwein auf Platz fünf. Ebenfalls nur ein Zähler trennt ihn aber auch von Platz sieben, auf dem Carsten Mohe rangiert. Der Crottendorfer musste den vierten Lauf des ADAC Rallye Masters als Nullrunde verbuchen, nachdem er im Renault Mégane mit technischen Problemen zur Halbzeit der Rallye ausschied. Dirk Klemund aus Hungen und seine Co-Pilotin Carina Lücking (Hüllhorst) rangieren in ihrem Subaru Impreza nach vier Läufen auf den neunten Platz der Gesamtwertung im ADAC Rallye Masters. "Ich hatte mir zwar Regen für diese Rallye gewünscht, aber so heftig hätte es dann doch nicht sein müssen", grinste Klemund im Ziel. "Das war auf der letzten Prüfung der echte Wahnsinn." Der 23. Gesamtrang der ADAC Hessen Rallye bedeutete für ihn Platz acht in der Division 2 für seriennahe Allradler. "Ganz nach vorne können wir in unserer Division nie kommen, Hermann Gaßner und Peter Corazza sind dazu für uns einfach zu stark. Aber wenn wir in der Endwertung aufs Podest der Divisionswertung fahren könnten, wäre das für uns ein großer Erfolg."

ADAC Opel Rallye Cup: Gelungener Auftakt

Den ersten Lauf zum ADAC Opel Rallye Cup 2014 entschied der Schwede Emil Bergkvist mit einem Schlussspurt auf den abschließenden Schotter-Prüfungen für sich. Ihm folgten Dominik Dinkel Rosbach und Lokalmatador Benjamin Krusch (Feldatal). Die 22 Teams in ihren Opel Adam in der Cup-Version boten dabei spannenden und auch spektakulären Spitzensport.


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