Motorsport-Magazin.com - Sehr glücklich und zufrieden rollten Timo Grätsch und Beifahrerin Alexandra Gawlick nach einer Stunde zehn Minuten und zwanzig Sekunden Fahrzeit bei der Rallye Stemweder Berg über den Zielstrich. Das GG Rallyesport Team aus Flensburg hatte sich in diesem Moment um 26 Punkte in der aktuellen Meisterschaftstrabelle verbessert und von Platz 11 auf 4 katapultiert.
Timo Grätsch berichtet über den Tag: "Am Morgen im Servicepark gab es keine Diskussionen über die Reifenwahl. Es schüttete wie aus Eimern, trotzdem waren wir doch sehr überrascht, dass wir trotz des starken Regens sogar einige Allradler hinter uns lassen konnten. Nach den ersten drei Prüfungen waren wir erst auf Platz 15, weil wir in Prüfung zwei mit hoher Geschwindigkeit einen Abzweig verpasst hatten und dadurch circa 25 Sekunden einbüßten."
Die nächsten drei Wertungsprüfungen sollten schon die starke Leistung des GG Rallyeteam an diesem Wochenende unterstreichen. Mit einer Divisionsbestzeit vor dem schnellen Dänen Kim Boisen und den Plätzen 2,4 und 8 in die Prüfungen wuchtete Timo Grätsch seinen BMW M3 von Platz 15 auf Platz 4 im Gesamt nach sechs Wertungsprüfungen.
Service Chef Maik Maron im Team GG-Rallyesport erklärt: "Ein Defekt an der Gegensprechanlage in Prüfung acht sorgte noch einmal für etwas Aufregung im Serviceteam. Im anschließenden Service haben wir die defekte Helm-Sprecheinheit getauscht. Solche Kleinigkeiten können mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich bin schon seit vielen Jahren bei GG-Rallyesport und habe die Serviceleitung bei den Rallyes vor Ort. Da habe ich schon ganz andere Dinge erlebt."
Beifahrerin Alexandra Gawlick erläuterte die weitere Taktik des Tages: "Am Nachmittag trockneten die Strecken zusehends ab, und wir konnten unseren Speed auf die Straße bringen. Wir fuhren zweimal die dritte und zweimal die vierte Gesamtzeit von 49 gestarteten Teams, was uns diesen tollen vierten Gesamtplatz in der Schlussabrechnung einbrachte."
Teamchef Timo Grätsch mit den Aussichten für das Wochenende in Osterode: "Unser Team ist wie immer hoch motiviert. Wir wollen auch beim vierten Masterslauf ins Ziel kommen, so dass wir die vier Vorläufe, die in die Wertung der Masters eingehen, schon voll haben. Dann könnten wir die nächsten zwei Läufe ganz entspannt angehen, um unser Punktekonto noch zu verbessern."