ADAC Rallye Masters - Rallye Sulinger-Land: Gassner etwas enttäuscht

Frauenpower

Während Hermann Gaßner ein schwieriges Wochenende erlebte, freute er sich mit seiner Pilotin Asja Zupanc, die ihre Division gewann.

Motorsport-Magazin.com - Das kleine, beschauliche Städtchen Sulingen platze fast aus allen Nähten. Ein Rekordstarterfeld mit 119 Teams war angereist um den zweiten Lauf zum ADAC Masters unter die "Rallye-Räder" zu nehmen. Für Hermann Gaßner und sein Team bedeutete das eine Anreise von mehr als 800 km. Der Surheimer vom Kathrein Renn- und Rallye Team hörte diesmal auf die Ansage von Harald Brock (Meinerzhagen) und brachte seinen Mitsubishi Lancer Evo X R4 zur 25. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land mit.

Auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung liegend, musste das Team auf der fünften Wertungsprüfung einen herben Rückschlag einstecken. Im zweiten Durchgang des berühmt berüchtigten IVG Geländes, einem ehemaligen Militärdepot machte ein Reifenschaden alle Hoffnungen auf einen Podestplatz zunichte. "Nach etwa der Hälfte hatten wir den Reifenschaden und mussten die restlichen 10 Kilometer mit dem Plattfuß fahren" erzählt ein enttäuschter Hermann Gaßner "Das hat uns etwa zwei Minuten gekostet und ganz schön frustrierend." Dennoch zieht er positive Bilanz: "Unser zweites Auto, mit Asja Zupanc (Ljubljana) und Blanka Kacin (Idrija) ein reines Damenteam, hat die Division gewonnen und fuhr mit Platz sieben in die Top Ten."

Nach etwa der Hälfte hatten wir den Reifenschaden und mussten die restlichen 10 Kilometer mit dem Plattfuß fahren. Das hat uns etwa zwei Minuten gekostet und ganz schön frustrierend
Hermann Gaßner

Viele holländische Top-Fahrer waren ebenfalls nach Sulingen gekommen um Punkte für die heimische Meisterschaft zu holen. Jeroen Swaanen, der amtierende niederländische Rallye-Meister, fuhr im Peugeot 207 S2000. Erik Wevers kam mit dem Skoda S2000 und zwei Ford Fiesta S2000 brachten Peter van Merkstein jun. (Startnummer 1) und Hermen Kobus (Startnummer 9) mit nach Sulingen. In der gleichen Division kämpften unter anderem Vorjahressieger Jaspers van den Heuvel, Tonnie van Deijne und Hermann Gaßner – alle im Mitsubishi Evo X R4.

Der Rallyetag begann mit ungemütlichen 6°C und Regen. Ein erhöhter Schwierigkeitsgrad für die anstehenden 15 Wertungsprüfungen über 156 km. Insider wussten: Eine erste Entscheidung würde bereits am Vormittag auf den beiden IVG-Durchgängen mit jeweils 20 Kilometern fallen. Die kleinste Unaufmerksamkeit auf den kleinen, winkligen Straßen durch ein ehemaliges Militärdepot würde unangenehme Folgen haben.

Zur Halbzeit, nach sechs Wertungsprüfungen über 83 km wurde das Wetter besser. Es trocknete langsam ab und teilweise kam hinter den Wolken leicht die Sonne hervor. Das Feld hatte sich mittlerweile auf 93 Teams dezimiert.

Hermann Gaßner und Harald Brock hatten ihren Reifenschaden fast verdaut und stürmten wieder nach vorn. Asja Zupanc und Blanka Kacin übernahmen nach dem Ausfall des amtierenden Masters-Champion Holger Knöbel und Dennis Kuipers (beide Subaru) die Führung in der Division vier. Die amtierenden Titelträgerinnen im Mitropa Rally Cup lieferten eine tadellose Leistung ab und holten mit dem siebten Gesamtrang und Divisionssieg ihre ersten Masters-Punkte.

Das Kathrein Renn- und Rallye Team mit Hermann Gaßner und Harald Brock konnte noch einige Plätze gut machen und beendete den ersten "Masters-Auftritt" auf dem fünften Divisions- und sechsten Gesamtrang. Nachdem die Fahrzeuge im Parc Fermé abgestellt waren, bedankten sich beide Teams bei der Service-Crew für die perfekte Arbeit an den Autos.




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