Motorsport-Magazin.com - Eine komplette Zerlegung des VW Golf Kit Car stand für die Wintermonate auf dem Plan von dem Sassenburger Sebastian Walker und seinen Helfern. "Mit einer sehr tiefgreifenden technischen Überarbeitung wurde unser Golf über den Winter komplett zerlegt. Immer wieder neue und kleine Probleme lähmten den Vorwärtsdrang im letzten Jahr doch all zu sehr. Um wirklich jede denkbare Ursache auszufiltern, gingen wir dem Fehlerteufel auf den Grund. Und Ende Februar stand der Golf wieder auf seinen Rädern" berichtet Sebastian Walker.
Der erste richtige Härtetest war dann Ende März die ADAC Wikinger Rallye. Mit vierzehn Wertungsprüfungen über 165 Kilometern auf Bestzeit war dies schon eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe. Zudem gab es noch ein Starterfeld von 98 Teams. Bestens motiviert trat das Team um Guido Imhoff mit Beifahrer Sebastian Walker die Reise in Richtung Süderbrarup an. Hier wollte man versuchen, die erhoffte Topplatzierung in die Tat umzusetzen. Die eigene Division war mit noch sieben anderen Team sehr gut besetzt und versprach Spannung.
Guido Imhoff berichtet dazu: "Nach den ersten Prüfungen vom Freitag, die überwiegend im Dunkeln gefahren wurden, waren wir mit unseren Zeiten mehr als zufrieden, zumal wir kurz vor dem Start noch heftige Vibrationen in der Bremsanlage feststellten, die wir erst nicht lokalisieren konnten. Nach erfolgreicher Fehlersuche ließen wir es erst noch etwas langsamer angehen. Daher waren die Zeiten um so erstaunlicher."
"Der gesamte Samstag zeigte sich völlig unauffällig, im Service erledigten wir nur normale Servicearbeiten. Wir hatten am Freitagabend den 25. Gesamtplatz erreicht, und es konnte noch weiter nach vorne gehen. Schnell war uns klar, dass wir den Divisionssieg einfahren würden, wenn nicht noch etwas unvorhersehbares passieren würde. Daher konnten wir den Speed zum Ende etwas rausnehmen", erläutert Sebastian Walker.
Und der Härtetest sollte gelingen, denn nach einer Stunde und 45 Minuten Gesamtfahrzeit rollte das Golf Kit Car in Süderbrarup über die Zielrampe. Dazu sprang noch der 17. Gesamtrang heraus. Beste Voraussetzungen und Motivation, um den Focus auf den Saisonstart der ADAC Rallye Masters zu lenken, die 2012 komplett unter die Räder genommen werden soll.