ADAC Rallye Masters - Porsche-Doppelsieg beim Finale

Knöbel gewinnt zur 3-Städte-Rallye

Holger Knöbel gewinnt die ADAC Rallye Masters beim Finale der 3-Städte-Rallye. Sepp Wiegand siegt im ADAC Rallye Junior Cup.

Motorsport-Magazin.com - Mit einem Doppelsieg der Porsche 911 GT3-Teams Ruben Zeltner / Helmar Hinneberg vor Timo Bernhard / Klaus Wicha endete die ADAC 3-Städte-Rallye. Der dritte Gesamtrang auf der Zielrampe im Haslinger Hof bei Bad Füssing sicherte Holger Knöbel / Thomas Mönkemöller im Subaru Impreza den Sieg im ADAC Rallye Masters 2011. Der Vize-Titel geht an den erst 20-Jährigen Sepp Wiegand mit Co-Pilotin Claudia Harloff im Suzuki Swift. Der sächsische Newcomer sicherte sich in seiner ersten kompletten Rallye-Saison damit auch den Titel im ADAC Rallye Junior Cup. Mit nur einem Punkt Rückstand belegen Niklas Birr / Nico Eichenauer im Renault Clio R3access den dritten Platz in der Masters-Tabelle.

Die Ausgangslage vor dem Finale des ADAC Rallye Masters war gewohnt spannend. Sechs Teams hatten noch Chancen auf den Titel, die Top-3 lagen innerhalb von nur sieben Punkten. In der extrem starken Division 4 erkämpfte sich Tabellenleader Knöbel Position um Position und fuhr auf den dritten Gesamtrang und zum Divisionssieg. Genau 10 Jahre nach seinem Sieg im ADAC Rallye Junior Cup 2001 wurde er nun an gleicher Stelle Sieger des ADAC Rallye Masters. "Das ist einfach nur schön, ich bin dabei, diesen Erfolg zu genießen", strahlte Knöbel. "Nachdem wir den Auftaktlauf auslassen mussten und dann auch nochmals ausgefallen sind, haben wir nur noch von Lauf zu Lauf geschaut und die Saison einfach genossen." Mit 3 Gesamtsiegen in Folge im neu erworbenen Allrad-Subaru legte er den Grundstock für den Titel.

Der Titel im Junior Cup war unser Saisonziel, aber dass ich in dem kleinen Auto in der Masters-Wertung so weit nach vorne fahren kann, davon wagten wir noch nicht einmal zu träumen
Sepp Wiegand

Seine geradezu sagenhafte erste volle Saison im Rallyesport krönte der sächsische Youngster Wiegand mit Rang zwei im Masters und dem Sieg bei den ADAC Junioren. Sechs Divisionssiege bei sechs Starts zeugen von einer beeindruckenden Konstanz. Zweimal fuhr Wiegand, der beim Auftakt im VW Lupo und anschließend im Suzuki Swift unterwegs war, unter die besten acht der Gesamtwertung und sicherte sich damit wichtige Zusatzpunkte. "Der Titel im Junior Cup war unser Saisonziel, aber dass ich in dem kleinen Auto in der Masters-Wertung so weit nach vorne fahren kann, davon wagten wir noch nicht einmal zu träumen. Besser hätte es nicht laufen können. Manchmal muss ich mich selbst zwicken um zu realisieren, was in diesem Jahr so alles passiert ist."

Niklas Birr war 2000 und 2001 ebenfalls erfolgreich bei den ADAC Junioren unterwegs. Mit einem Schlussspurt in Ostbayern sicherte er sich noch den Divisionssieg im Renault Clio R3. "Der dritte Platz im Masters ist die Krönung einer meiner bislang besten Saisons", freute sich Birr bei der Siegerehrung. "Das Masters bietet bundesweit tolle Veranstaltungen auf einem Top-Niveau. Zudem war unsere Division hart umkämpft, was immer Spannung garantierte." Birr und der nur einen Punkt vor ihm liegende Wiegand treffen sich in diesem Jahr nochmals: Nachwuchstalent Sepp Wiegand darf beim Finale der Rallye- Weltmeisterschaft in Wales für VW Motorsport einen Skoda Fabia S2000 pilotieren. Und Birr arbeitet dort als Mechaniker im WM-Team von VW Motorsport.

"Sieben Starts, sieben Zielankünfte, der Sieg in der Division 2 und der vierte Platz in der Masters-Endwertung, das ist doch ein geniales Ergebnis", strahlten die BMW M3-Piloten Udo Schiffmann und Co Michael Knaack um die Wette. "Eigentlich wollten wir in diesem Jahr nur mal ins Masters hineinschnuppern, jetzt kommen wir im nächsten Jahr sicher wieder."

Einige Anwärter auf den Gesamtsieg mussten beim Masters-Finale im ostbayerischen Bäderdreieck schon sehr früh die Heimreise antreten. Vorjahressieger Hermann Gaßner und der Tscheche Jan Slehofer haderten mit der Technik. Jan Becker musste seinen Subaru nach einem Unfall abstellen. Vom Start weg übernahm sofort Ruben Zeltner die Führung, immer dicht gefolgt von Timo Bernhard in einem weiteren Porsche 911 GT3. "Ich musste ganz schön Tempo machen, damit ich Timo hinter mir halten konnte", erklärte Zeltner, der im Moment von Sieg zu Sieg eilt und fügt schmunzelnd hinzu: "So langsam wird mir diese Erfolgsserie selbst unheimlich. Aber ich liebe dieses Auto und bin mit ihm inzwischen wie verwachsen." Timo Bernhard, LeMans-Sieger und ADAC Motorsportler 2010, war mit Rang zwei zufrieden. "Ich brauche immer etwas Zeit um mich daran zu gewöhnen, dass ich bei einer Rallye nicht alleine im Auto sitze. Durch einen Reifenschaden habe ich dann in der vorletzten Prüfung endgültig den Anschluss an Ruben verloren."

Die '3-Städte' war auch das Finale des Mitropa-Cup, der Europameisterschaft der Privatiers. Nach dem Ausfall von Tabellenleader Hermann Gaßner ging der Titel an seine slowenischen Teamkolleginnen Asja Zupanc / Blanka Kacin in einem Mitsubishi Lancer.


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