Motorsport-Magazin.com - Am vergangenen Wochenende wurde vom Team ein weiterer Start in der ADAC Rallye Masters geplant und durchgeführt. Nachdem beim letzten Einsatz zur Niedersachsen Rallye das Auto so stark beschädigt war und es zunächst nicht sicher war, ob es repariert oder gegen ein Neues eingetauscht werden musste, machte sich das Team am Donnerstag mit einem reparierten Suzuki auf dem Weg zur Rallye Baden Württemberg.
Beifahrerin Bianca Hutzfeldt berichtet: "Die Wetterprognosen ließen nichts Gutes erahnen und der Samstagmorgen begrüßte uns sodann mit strömendem Regen. Die Reifenwahl war schnell getroffen und so machten wir uns mit Regenreifen auf den Weg zur ersten Prüfung, welche wir zunächst ruhiger als gewohnt angehen ließen, da Antje selbst noch keine Erfahrung mit den Reifen sammeln konnte und es zudem wieder ihr erster Start nach dem doch recht heftigen Abflug bei der Niedersachsen Rallye war. Innerhalb kürzester Zeit konnte Antje Vertrauen zu Auto und Reifen aufbauen und steigerte ihre Zeiten kontinuierlich. Leider kündigte sich dann in der 4. Wertungsprüfung ein technischer Defekt an, der sich schließlich ganz stark in der 5. Prüfung zeigte. Dies äußerte sich in der Weise, dass die Sperre an engen Stellen, wie Schikanen, derart hart sperrte, dass das Lenkrad kaum noch zu bewegen war.
Im Service angekommen stellte die Servicecrew fest, dass unser Differenzial gebrochen war - wohl als Folge des Unfalls bei der Niedersachsen Rallye. Für uns bedeutete dies, nicht wie üblich, Schwung mit in die langsamen engen Ecken zu nehmen, sondern rechtzeitig bremsen und erst einmal austesten, ob die Sperre greift oder nicht, wodurch wir naturgemäß viel Zeit auf den Prüfungen, besonders dem Zuschauerrundkurs verloren. Als weiteres "I-Tüpfelchen" funktionierte dann auf besagtem Zuschauerrundkurs auch noch unsere Gegensprechanlage nicht mehr, so dass Brüllen angesagt war.
Wegen der Vorkommnisse leicht gefrustet beschlossen wir auf dem Weg in den Service vor der 4. Sektion dann, die Reifen auf Intermediats zu wechseln. Die Straßen waren bereits teilweise abgetrocknet und der Wetterbericht hatte angekündigt, dass es zum Nachmittag hin nicht mehr regnen solle - außerdem sah der Himmel auch gar nicht mehr so dunkel aus. Vielleicht würde es uns mit den Reifen gelingen, unsere Position in der Division zu halten. So machten wir uns also mit neuen Reifen auf den Weg zur 7. Wertungsprüfung. Kaum dass wir den Serviceplatz verlassen hatten, verdunkelte sich der Himmel und öffnete seine Pforten. Es regnete nicht nur, nein, es goss in Strömen.
Kurz vor dem Start der Prüfung 7 kam die Sonne heraus und ließ die Pfützen verschwinden. In der Prüfung 8 waren die Strecken sogar teilweise schon richtig abgetrocknet. Wir hatten also genau die richtige Reifenwahl getroffen - wer hätte das gedacht.
Wir erreichten das Ziel mit einem 6. Platz in der Division von 11 Startern und einem 37. Platz im Gesamt. Auch im ADAC Rallye Junior Cup konnte Antje ihren derzeit 4. Platz mit 6 zusätzlichen Punkten festigen."
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