Motorsport-Magazin.com - Die Rallye, ausgerichtet von Mysliwietz eigenem Verein MSC Piesbach, war aus mehreren Gründen die schwerste Herausforderung in diesem Jahr. Da waren zunächst einmal die tropischen Temperaturen, die im Auto bis zu 60 Grad ankletterten, und der prominente Herausfordere Niki Schelle. Dann der Vorteil des bekannten Geländes und der heimischen Fans, die sicherlich hohe Erwartungen an das Team stellten.
"Niki Schelle ist einer der schnellsten Rallyepiloten Deutschlands mit Erfahrung in so einigen Werksteams. Er startete ebenfalls auf einem Citroen C2R2max aber mit einer vom Citroen Werk unterstützen Variante. Logisch, dass solch ein Fahrzeug gegenüber dem privat eingesetzten C2 von uns Vorteile haben muss. Ich rechnete mir schon einen relativ hohen Zeitrückstand ein. Alles unter einer Sekunde Rückstand pro Wertungsprüfungskilometer wäre in Ordnung gewesen", hoffte Lars Mysliwietz vor dem Start.
Bereits auf der dritten Wertungsprüfung konnte der WM erfahrene Schelle geschlagen werden. Dann allerdings ein erster Dämpfer. "Die Prüfung 4 zeichnet sich durch sehr lange Geraden aus. Keine Ahnung warum, aber hier haben wir richtig Zeit verloren. Da werden wir mal in der nächsten Woche schauen, was in diesem Bereich zu verbessern ist", blickt Oliver Schumacher zurück. Jedenfalls verloren Beide auf dieser einen Prüfung bei den drei Durchgängen insgesamt 33 Sekunden. Auf den anderen Strecken waren die Zeiten in etwa gleich, was Oliver Schumacher erfreute.
Dann allerdings hatten die Führenden in der Deutschen Rallyemeisterschaft Glück. Schelle/Blom unterlief ein Fahrfehler und in der Folge davon, kassierten sie auch noch eine Zeitstrafe. Damit war das Duell zugunsten Mysliwietz und Co Schumacher entschieden.
Mit nicht mehr ganz so viel Druck gelang zwar auch noch eine Gesamtbestzeit, aber vordringlich sollte der siebte Sieg beim siebten Saisonstart unter Dach und Fach gebracht werden. Dass sie dabei auch noch Zweiter in der Gesamtwertung wurden, nahmen sie dankend als Bonus an.