Motorsport-Magazin.com - Marcus Schiffer siegte in der ADAC MX Masters-Klasse vor dem Tschechen Filip Neugebauer (Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil) und dem Österreicher Matthias Walkner. Im ADAC MX Youngster Cup verwies Jeremy Seewer den Franzosen Sulivan Jaulin (Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil) und den Deutschen Stephan Büttner (Kawaski Elf Team Pfeil) auf die weiteren Plätze.
Schiffer bestätigte am Rennsonntag in der ADAC MX Masters-Klasse seine Topform der vergangenen Wochen. Er siegte souverän in beiden Läufen und sicherte sich somit unangefochten den Tagessieg. Im ersten Durchgang setzte sich der Frechener schon im ersten Renndrittel an die Spitze und ließ sich diese Position auch nicht mehr streitig machen. Allerdings war ihm ein weiterer deutscher Pilot dicht auf den Fersen – die Überraschung des Wochenendes: Dennis Ullrich (KTM Sarholz Racing). Der Emlichheimer hatte nur 2,5 Sekunden Rückstand auf Schiffer und konnte dessen Speed über die gesamte Renndistanz gut mitgehen. Als Dritter sah der Tscheche Filip Neugebauer die Zielflagge. Stefan Kjer Olsen (Yamaha Motor Deutschland – AC MoTeC by STC), der als Meisterschafts-Zweiter nach Höchstädt gereist war, wurde im ersten Lauf nur 18. Er ging zwei Mal zu Boden und musste das Feld von hinten aufrollen.
Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild. Schiffer dominierte das Rennen von Beginn an, in den ersten Runden dicht gefolgt von Neugebauer und Walkner. Eine Position, die Walkner im letzten Renndrittel von dem Franzosen Romain Febvre (KTM Bodo Schmidt Motorsport) streitig gemacht wurde. Der Franzose schnappte sich kurz vor Schluss auch noch Neugebauer und rollte als Zweiter hinter Schiffer und vor Neugebauer über die Ziellinie. Stefan Kjer Olsen wurde 15. Ullrich, der Überraschungs-Zweite der ersten Runde, konnte seine Leistung im zweiten Lauf nicht bestätigen. Er wurde Zwölfter, sicherte sich aber in der Tageswertung noch Rang vier.
Die Meisterschaft wird weiterhin angeführt von Schiffer mit einem komfortablen Vorsprung von 63 Punkten auf Febvre. Dritter ist Ullrich. "Trotz meines Start-Ziel-Sieges bin ich mit meiner fahrerischen Leistung im ersten Lauf nicht zufrieden. Der zweite Lauf war dann aber optimal. Ich konnte meinen Vorsprung in der Meisterschaft ausbauen, bin aber noch weit davon entfernt, mir zu sicher zu sein. Die Saison ist noch lang, für eine Prognose ist es zu früh", äußerte Schiffter.
Seewer, Vierter in der Gesamtwertung vor Höchstädt, ließ der Konkurrenz im ersten Lauf des ADAC MX Youngster Cup keine Chance. Er dominierte das Rennen mit einem klaren Start-Ziel-Sieg. Mit einem Vorsprung von über 18 Sekunden überquerte er die Ziellinie vor dem Franzosen Jaulin und dem Dänen Mathias Jörgensen (KRP Motocross). Ron Noffz (Kalli Racing), der die Meisterschaft bis Höchstädt angeführt hatte, wurde mit den Plätzen sieben im ersten Lauf und Rang elf im zweiten Durchgang noch Gesamt-Neunter.
In der zweiten Runde waren es Jaulin und der Niederländer Brian Bogers (Stabilo-Pro Grip MX Team), die der Konkurrenz in der ersten Rennhälfte die Hinterreifen zeigten, dicht gefolgt von Qualisieger Rasmus Jorgensen (Suzuki Silent Sport). Allerdings konnte nur Bogers diese Position bis zum Ende behaupten und sogar noch verbessern. Er wurde Erster vor dem Deutschen Büttner und dessen Landsmann Lars Reuther (KTM Sarholz Racing). Sullivan beendete den zweiten Lauf als Siebter, Jorgensen als Fünfter. Seewer konnte seinen Erfolg aus der ersten Runde nicht wiederholen. Er hatte Probleme am Start, stürzte gleich in der ersten Runde und musste sich durch das Feld nach vorne kämpfen. Er beendete den zweiten Durchgang als Neunter, sicherte sich aber dennoch den Tagessieg.
Damit übernimmt der Schweizer jetzt auch die Meisterschaftsführung vor Noffz und dem Niederländer Lars van Berkel (Jumbo Supermarkten). "Ich bin natürlich nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung heute. Ich habe im zweiten Lauf einen Fehler gemacht und war einfach zu lange am Gas. Wäre mir das nicht passiert, hätte ich heute deutlich mehr Punkte machen können. Allerdings haben auch meine Konkurrenten heute Fehler gemacht, was mich beruhigt. Ich hoffe nun, dass ich in Aichwald meine Leistung aus dem ersten Lauf von heute wiederholen kann. Die Strecke dort liegt mir und ich freue mich auf das Rennen", erklärte Seewer.