ADAC Motorboot Masters - Szymura fällt bei Heimrennen aus

Führung in der Gesamtwertung verloren

Mike Szymura schreibt im ADAC Motorboot Masters die erste Null an. Nikita Lijcs übernimmt damit die Führung in der Gesamtwertung.

Motorsport-Magazin.com - Mike Szymura (20, Berlin) verlor bei seinem Heimrennen auf der Regattaanlage in Berlin-Grünau die Führung in der Gesamtwertung des ADAC Motorboot Masters. Szymura fiel im letzten Rennen aus. Mit zwei Siegen in den beiden Hauptrennen übernahm an seiner Stelle Nikita Lijcs (19, Lettland) die Spitzenposition in der Meisterschaft. "Das ist ein schönes Gefühl, auch wenn es mir für Mike leidtut", sagte Lijcs nach den Rennen in der Bundeshauptstadt.

Das Wochenende hatte für den 19-jährigen Letten gar nicht gut begonnen. Im Qualifying nur auf Platz zwei hinter Szymura, ereilte Lijcs im Sprintrennen am Samstag ein Defekt. "Mir ist bereits in der ersten Runde der Propeller gebrochen", erklärte Lijcs. Dennoch konnte er dank eines guten Starts Rang zwei ins Ziel bringen, auch wenn er auf Sieger Szymura über 14 Sekunden einbüßte.

Knappes Duell im ersten Hauptrennen

Der Zweikampf um die Führung in der Meisterschaft zwischen Szymura und Lijcs stand auch im ersten Hauptrennen am Sonntag im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Lijcs konterte mehrere Überholversuche von Szymura und brachte am Ende einen knappen Vorsprung von 1,904 Sekunden ins Ziel. Dabei wurde das spannende Duell vorzeitig gestoppt, da das Rennen nach einem Unfall von Attila Horvath (37, Ungarn) nach zwölf von 16 Runden abgebrochen werden musste.

Horvath blieb dem Unfall unverletzt und konnte im abschließenden zweiten Hauptrennen wieder starten. In diesem Lauf boten vier Piloten den Zuschauern eine Show der Extraklasse. Lijcs und Szymura kamen am Start nicht gut weg und so führte bei der ersten Wendeboje überraschend Patrick Wiese (26, Bondorf) vor Uwe Brettschneider (49, Berlin). Szymura und Lijcs überholten sich im Duell um den dritten Platz mehrfach gegenseitig, ehe der Lette nach einem Fahrfehler seines Gegners freie Fahrt hatte. Vier Runden lang jagte Lijcs Brettschneider, ehe er ihn überholen konnte. Drei Runden später zog der Lette auch an Wiese vorbei und schnappte sich die Führung.

Ausfall für Szymura nach Zusammenstoß

Szymura hatte etwas mehr Mühe mit Brettschneider und Wiese, konnte sich bis zur zwölften Runde aber dank entschlossener Überholmanöver die zweite Position sichern. Zwei Runden später war Szymuras Rennen allerdings beendet. Beim Überrunden stieß Gaststarter Dietmar Kaiser mit Szymura zusammen. Dabei wurde dessen Boot erheblich beschädigt. "Dabei ist leider viel an meinem Boot kaputt gegangen, unter anderem der Propeller und das Getriebe", sagte Szymura, der zum ersten Mal in dieser Saison in einem Lauf des ADAC Motorboot Masters ohne Punkte blieb.

Durch den Ausfall im letzten Rennen büßte der Berliner auch seine Führung in der Gesamtwertung ein. Aus sechs Punkten Vorsprung vor den Rennen in der Bundeshauptstadt wurden an diesem Rennwochenende 36 Zähler Rückstand auf Lijcs. Die nächste Chance, diesen Rückstand zu verringern, hat Szymura bereits am 5. und 6. September in Rensburg (Landkreis Rendsburg-Eckernförde).

Die Stimmen der Top-Drei

Nikita Lijcs (19, Lettland), Sieger beider Hauptrennen:
"Ich bin sehr glücklich, wie dieses Wochenende verlaufen ist. Der Sonntag war mit den beiden Siegen perfekt, aber auch am Samstag habe ich eine starke Leistung gezeigt. Im Sprintrennen ist mir bereits in der ersten Runde der Propeller gebrochen. Somit war es eine starke Leistung, überhaupt den zweiten Rang zu halten. Am Sonntag war es nicht leicht, weil wir zwei verschiedene Propeller eingesetzt haben und Wind und Wellengang uns zusetzten. Ich habe aber bewiesen, dass ich mit solch schwierigen Bedingungen gut zurecht komme. Einige Fahrer meinten, dass man hier kaum überholen könne, aber es gab kaum eine Stelle, wo ich nicht überholt habe."

Mike Szymura (20, Deutschland), Sieger Sprintrennen:
"Ich bin sehr enttäuscht, denn das war das wichtigste Rennen für mich. Am Samstag hat es im Sprintrennen mit meinem Sieg super angefangen. Am Sonntag habe ich mich im ersten Hauptrennen bei der ersten Boje vom Wellengang und dem Wind versetzen lassen und konnte Nikita nicht mehr abfangen. Im zweiten Hauptrennen war ich zwar auch nicht fehlerfrei, aber immerhin lag ich in Schlagdistanz zu Platz eins. Beim Überrunden hat mich leider ein Gegner übersehen und ist in mich reingefahren. Dabei ist leider viel an meinem Boot kaputt gegangen, unter anderem der Propeller und das Getriebe."

Uwe Brettschneider (49, Deutschland), Dritter der Gesamtwertung:
"Platz zwei bei der Siegerehrung der beiden Hauptrennen und das ausgerechnet in Berlin. Besser hätte es nicht laufen können. Wir haben bei den Einstellungen etwas gefunden und prompt waren wir wieder da. Die Duelle im letzten Lauf waren der Hammer. Nach vorne konnte ich Wiese attackieren, von hinten kamen Mike und Nikita angebraust und dann kamen uns auch noch Überrundete in die Quere. Da ging ordentlich die Post ab und ich fand es richtig genial. Dieses Rennen werde ich nicht so schnell vergessen."


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